21 March 2026, 10:31

Bayerische Firmen fliehen ins Ausland – und lassen die Heimat zurück

Ein detailliertes historisches Plakat der ersten Grafschaft Tirol-Karte, das geografische Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte zeigt und von erklärendem Text begleitet wird.

vbw-Studie: Unternehmen verlagern Produktion ins Ausland - Bayerische Firmen fliehen ins Ausland – und lassen die Heimat zurück

Bayerische Unternehmen verlagern zunehmend ihre Aktivitäten ins Ausland – seit 2013 wachsen die Auslandsinvestitionen schneller als die deutschen Exporte. Dieser Trend spiegelt Sorgen um die heimische Wettbewerbsfähigkeit wider, da Firmen Kosten senken und sich gleichzeitig im Ausland ausweiten wollen. Die USA bleiben dabei das wichtigste Zielland und ziehen fast ein Drittel aller bayerischen Direktinvestitionen im Ausland an.

Seit 2013 haben bayerische Unternehmen ihre ausländischen Direktinvestitionen in den USA mehr als verdoppelt – von rund 50 Milliarden Euro auf über 120 Milliarden Euro bis 2025. Führende Konzerne wie BMW (30 Milliarden Euro), Siemens (20 Milliarden Euro) und ZF Friedrichshafen (15 Milliarden Euro) treiben dieses Wachstum vor allem in den Bereichen Automobilbau und Maschinenbau voran.

Geringere Produktionskosten im Ausland sowie strukturelle Schwächen im Inland beschleunigen diese Entwicklung. Mehr als ein Drittel der deutschen Unternehmen sieht sich im Wettbewerb mit nicht-europäischen Konkurrenten zunehmend benachteiligt. Dies führt zu einem Rückgang der heimischen Produktionsplanung: 21 Prozent der bayerischen Firmen erwarten, ihre Auslandsproduktion bis 2027 weiter auszubauen.

Die Aussichten für die lokale Fertigung sind düster. Über ein Viertel der bayerischen Unternehmen rechnet in den nächsten drei Jahren mit einem Rückgang der inländischen Produktion. Weitere 7 Prozent befürchten sogar, ihre deutschen Standorte bis 2027 vollständig zu schließen – ein klares Signal für einen tiefgreifenden Wandel der industriellen Basis der Region.

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Die verstärkte Ausrichtung auf Auslandsinvestitionen markiert einen einschneidenden Wandel für die bayerische Wirtschaft. Während Großkonzerne wie BMW und Siemens ihre internationalen Aktivitäten ausbauen, gerät die heimische Produktion weiter unter Druck. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte das industrielle Gesicht der Region bis zum Ende des Jahrzehnts grundlegend anders aussehen.

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