Bayern und Baden-Württemberg fordern EEG-Reform für mehr Windkraft im Süden
Raissa LangernBayern und Baden-Württemberg fordern EEG-Reform für mehr Windkraft im Süden
Bayern und Baden-Württemberg drängen auf Änderungen am deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Die beiden Länder fordern mehr Ausschreibungen für Windkraftprojekte sowie eine Kapazitätsreserve für Süddeutschland. Ihre Forderungen unterstreichen die regionalen Ungleichheiten beim Ausbau der Windenergie.
Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche äußerte sich skeptisch gegenüber einer Reservierung von Kapazitäten für den Süden. Bayern und Baden-Württemberg argumentieren hingegen, dass die aktuellen Regelungen norddeutsche Bundesländer mit besseren Windbedingungen begünstigten. Über 700 Windräder in Bayern sind zwar baureif, erhalten jedoch keine EEG-Förderverträge.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert mehr Unterstützung des Bundes für Windprojekte in seinem Land. Er betont, dass der Ausbau im Süden beschleunigt und nicht behindert werden dürfe. Die Bundesnetzagentur in Bonn steht in der Kritik, weil sie bei der Vergabe von Verträgen angeblich süddeutsche Regionen vernachlässige.
Trotz dieser Herausforderungen hat Bayern kürzlich mehr neue Windkraftanlagen genehmigt – ein Zeichen für einen Wandel in der Energiepolitik des Freistaats. Die Länder pochen nun auf eine Überarbeitung des EEG, um eine gerechtere Verteilung der Chancen im Windenergieausbau zu gewährleisten.
Im Kern geht es in dem Streit um die ausgewogene Entwicklung der Windenergie zwischen Nord und Süd. Bayern und Baden-Württemberg verlangen, dass 20 Prozent der Kapazitäten für ihre Regionen reserviert werden. Das Ergebnis könnte entscheidend dafür sein, wie Deutschland seine Ziele im Bereich erneuerbarer Energien erreicht.
