30 March 2026, 18:41

Bayerns Handwerk kämpft trotz leichter Hoffnung mit sinkenden Umsätzen und Jobs

Schwarze und weiße Zeichnung einer Stadt mit einem zentralen Schloss, umgeben von Häusern, Bäumen, Hügeln und einem Himmel, beschriftet mit "Bayerisch" unten.

Die Handwerksindustrie in Bayern schrumpft - Bayerns Handwerk kämpft trotz leichter Hoffnung mit sinkenden Umsätzen und Jobs

Bayerns Handwerk bleibt trotz leichter Stimmungsaufhellung in der Wirtschaftskrise

Trotz einer leicht verbesserten Geschäftslage kämpft das bayerische Handwerk weiterhin mit wirtschaftlichen Herausforderungen. Im dritten Quartal sanken die Umsätze um 1,8 Prozent auf geschätzte 37,8 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zwar melden weniger Betriebe rückläufige Aufträge, doch die Gesamtprognose bleibt verhalten.

Die jüngste Umfrage des Bayerischen Handwerkstags (BHT) zeichnet ein gemischtes Bild: Noch immer verzeichnen 31 Prozent der Unternehmen eine nachlassende Nachfrage – ein Rückgang um drei Prozentpunkte gegenüber früheren Erhebungen. Nur 13 Prozent verzeichnen einen Anstieg neuer Aufträge, sodass dem Sektor der Schwung fehlt.

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Auch der Arbeitsmarkt ist betroffen: Die Beschäftigtenzahl sank bis Ende September um 1,3 Prozent auf 951.400 im Jahresvergleich. Dennoch bewerten 82 Prozent der Betriebe ihre aktuelle Lage als gut oder befriedigend – ein leichter Anstieg um zwei Punkte gegenüber dem Vorjahr.

Die Auftragsbücher bleiben unverändert: Die Unternehmen haben im Schnitt Arbeit für die kommenden 8,7 Wochen vorliegen, genau wie 2022. Für die Zukunft rechnen 79 Prozent der Firmen mit einer Stabilisierung oder Verbesserung der Lage – ein Zuwachs an Optimismus um drei Punkte. Doch Franz Xaver Peteranderl, Präsident des BHT, warnt vor tieferliegenden strukturellen Problemen. Er betont, dass Sondermittel für Verteidigung und Infrastruktur allein nicht ausreichen werden, um das Wachstum anzukurbeln.

Peteranderl fordert nun dringend Maßnahmen, um private Investitionen zu fördern und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu stärken. Ohne gezielte Schritte drohe dem Sektor eine anhaltende Stagnation, so seine Mahnung.

Die Ergebnisse des BHT deuten nicht auf eine baldige Erholung der bayerischen Handwerksbetriebe hin. Zwar hat sich die Stimmung leicht aufgehellt, doch sinkende Umsätze und Beschäftigtenzahlen unterstreichen die anhaltenden Belastungen. Der Verband betont, dass umfassende Reformen notwendig seien, um langfristige Stabilität zu sichern.

Quelle