Buchhandlung in Bremen provoziert mit Protest gegen Kulturminister Weimer
Arnd JunckenBuchhandlung in Bremen provoziert mit Protest gegen Kulturminister Weimer
Eine Buchhandlung in Bremen steht seit einer mutigen Protestaktion und der Reaktion der Regierung im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Am „Goldenen Laden“ prangt nun ein großes Stofftransparent am Giebel, begleitet von Zitaten des Kulturministers Wolfram Weimer, die die Fassade zieren.
Einst schmückte den „Goldenen Laden“ der Spruch „Deutschland verrecke bitte“. Kürzlich brachten sechs Personen ein riesiges Stoffbanner am Gebäudegiebel an, was der Buchhandlung zusätzliche Beachtung verschaffte.
Kulturminister Wolfram Weimer reagierte, indem er das Bundesamt für Verfassungsschutz aufforderte, die Buchhandlung zu prüfen. Als spielerische Gegenwehr dekorierte der Laden sein Schaufenster mit einem Porträt Weimers und dessen Werken um. Zudem zieren nun auch Zitate des Ministers die Fassade.
Trotz der Inszenierung betont die Inhaberin Ausma Zvidrina, dass die Buchhandlung Weimers Werke gar nicht im Sortiment führe. Stattdessen werden nun Tassen mit dem Aufdruck „Der Goldene Laden: Empfohlen vom Verfassungsschutz“ verkauft.
Die Aktionen der Buchhandlung haben sie zum Kristallisationspunkt einer öffentlichen Debatte gemacht. Weimers Prüfauftrag und die anschließende gestalterische Antwort des Ladens sorgen für einen sichtbaren und anhaltenden Streit. Während die Diskussionen weitergehen, bleibt der „Goldene Laden“ geöffnet.






