30 April 2026, 04:36

Bundeshaushalt 2027: Wirtschaft und Gewerkschaften laufen Sturm gegen Finanzplan

Schwarz-weißer architectural floor plan of the former German Chancellor's office, showing detailed layout and text annotations.

Bundeshaushalt 2027: Wirtschaft und Gewerkschaften laufen Sturm gegen Finanzplan

Der Entwurf des Bundeshaushalts 2027 der deutschen Regierung ist auf scharfe Kritik von Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften gestoßen. Sowohl der CDU-nahe Wirtschaftsrat der CDU als auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) verurteilten den Finanzplan als mangelhaft. Sie werfen der Regierung vor, zentrale wirtschaftliche und soziale Herausforderungen zu ignorieren, während gleichzeitig die Staatsverschuldung steige.

Finanzminister Lars Klingbeil hatte den Haushaltsentwurf vorgestellt, doch Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrats der CDU, wies ihn als "nur auf dem Papier ausgeglichen" zurück. Er verwies auf ungelöste Haushaltslücken und warnte, dass die Schuldenrückzahlung lediglich aufgeschoben werde. Die Lobbyorganisation kritisierte zudem die im Entwurf vorgesehenen steigenden Ausgaben und die Nettokreditaufnahme.

Der DGB schloss sich dieser Kritik an und bezeichnete den Haushalt als "Angriff auf den Sozialstaat". Stefan Körzell, Mitglied im DGB-Bundesvorstand, warf der Regierung vor, in fast allen Bereichen – mit Ausnahme der Verteidigung – Sparmaßnahmen durchzusetzen, um die finanziellen Ziele zu erreichen. Solche Kürzungen würden die wirtschaftliche Unsicherheit verschärfen und die Verbrauchernachfrage schwächen, so Körzell.

Beide Organisationen betonten, dass der Haushalt keine Maßnahmen zur Stärkung der Konjunktur enthalte. Körzell warnte, dass sinkende Ausgaben in Schlüsselbereichen die Kaufkraft weiter aushöhlen würden, während Steiger das Fehlen nachhaltiger Einsparungen oder Schuldenabbaupläne kritisierte.

Der Haushaltsentwurf sieht sich nun mit Widerstand wichtiger wirtschaftlicher Akteure konfrontiert. Kritiker monieren, er basiere auf verschobenen Schuldenzahlungen und verfehle es, die Wirtschaft zu stärken oder soziale Leistungen zu sichern. Die Regierung muss diese Bedenken ausräumen, bevor der Plan final beschlossen wird.

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