26 March 2026, 20:34

Bundesregierung setzt auf GAK statt neues Förderprogramm für Viehbetriebe

Deutscher Briefmarkenaufkleber aus etwa 1913 mit drei Kühen und einem Schloss, mit der Aufschrift "Landwirtschaftskammer."

Bundesregierung setzt auf GAK statt neues Förderprogramm für Viehbetriebe

Die deutsche Bundesregierung wird Fördergelder für Viehbetriebe künftig über ein bestehendes Programm umschichten, statt ein neues Subventionssystem aufzulegen. Ab September sollen 150 Millionen Euro über die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) bereitgestellt werden. Diese Entscheidung fällt nach anhaltenden Debatten über die finanzielle Unterstützung höherer Tierschutzstandards in der Landwirtschaft.

Das Ministerium teilte mit, dass kein eigenständiges Bundesprogramm für Viehbetriebe eingeführt werde. Stattdessen fließen die Mittel über die GAK, den größten Fonds der Regierung für ländliche Entwicklung, der über ein Gesamtbudget von 907 Millionen Euro verfügt. Beamte betonten, es gebe keinen finanziellen Spielraum für eine separate Initiative.

Der Schritt erfolgt nach Kritik an früheren Bundesprogrammen wie dem Bundesprogramm "Umbau der Tierhaltung", das mit Problemen bei der langfristigen Finanzierung und der praktischen Umsetzung kämpfte. Die Bundesländer hatten sich für stärkere Verpflichtungen ausgesprochen, darunter mindestens 20 Jahre Planungssicherheit für Investitionen und eine bessere Abstimmung mit den EU-Vorgaben.

Die politischen Reaktionen fallen gemischt aus. Der tierschutzpolitische Sprecher der Grünen, Leon Eckert, bezeichnete die Kürzung der GAK-Mittel um 150 Millionen Euro als "einen Fehler, der sich nicht wiederholen darf". Er warnte, der Ansatz der Regierung gefährde Fortschritte im Tierschutz. Der CDU-Abgeordnete Oliver Vogt widersprach und dankte Alois Rainer dafür, die durch die geplanten Streichungen entstandene Unsicherheit behoben zu haben. Vogt mahnte zudem, ein neues Bundesprogramm würde ohne stabile Finanzen, aktualisierte Regelungen und abgeschlossene Reformen des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes scheitern.

Unabhängig davon wird der Haushaltsausschuss künftig vor Entscheidungen im Planungsausschuss (Planak) konsultiert. Das Ministerium bestätigte, dieser Schritt diene der größeren Transparenz, stehe jedoch in keinem Zusammenhang mit der aktuellen GAK-Debatte.

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Die 150 Millionen Euro werden ab September über die GAK verteilt. Landwirte, die Unterstützung für tierschutzrelevante Modernisierungen suchen, müssen sich damit auf den bestehenden Fonds verlassen – ein neues Programm gibt es nicht. Die Entscheidung der Regierung spiegelt die anhaltenden Bemühungen wider, finanzielle Zwänge mit langfristigen Agrarreformen in Einklang zu bringen.

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