CDU-Chef Heuer lehnt Zusammenarbeit mit AfD-Spitzenkandidat Siegmund ab
Gotthilf WellerCDU-Chef Heuer lehnt Zusammenarbeit mit AfD-Spitzenkandidat Siegmund ab
Guido Heuer, Fraktionsvorsitzender der CDU in Sachsen-Anhalt, hat eine Zusammenarbeit mit Ulrich Siegmund, dem Spitzenkandidaten der AfD, zurückgewiesen. Ein Foto und ein Video von einer Wahlveranstaltung hatten Spekulationen über eine mögliche Absprache zwischen den beiden genährt. Heuer bezeichnete die Aufnahmen als irreführend und betonte, sie vermittelten ein falsches Bild ihrer Interaktion.
Heuer sprach von einem Dilemma: Die AfD sei zwar eine rechtsextreme Partei, besetze aber demokratisch legitimierte Mandate. Die CDU müsse sie daher als politische Gegner behandeln, dabei jedoch die parlamentarischen Spielregeln einhalten.
Kooperationsvorwürfe wies er entschieden zurück und argumentierte, die Herkunft einer Mehrheit sei für die Bewertung einer politischen Sache irrelevant. Sein Standpunkt: Die Qualität einer Politik bemisst sich nicht danach, wer sie unterstützt. Gleichzeitig kritisierte er die öffentliche Aufmerksamkeit für den Vorfall, die wichtige Themen wie Bürokratieabbau und Fachkräftemangel in den Hintergrund dränge.
Trotz des Bewusstseins für mögliche Fehlinterpretationen ließ sich Heuer von der Kontroverse nicht einschränken. Er bestehe darauf, mit der AfD sachpolitisch zu diskutieren, ohne dabei ihre Positionen zu teilen. Der CDU-Politiker unterstrich, es gehe um inhaltliche Debatten statt um vermeintliche Bündnisse. Seine Partei werde die AfD weiterhin politisch herausfordern, betonte er. Die Diskussion um den Vorfall ändere nichts an seiner Haltung, drängende regionale Probleme anzugehen.






