CDU und Grüne präsentieren gemeinsame Pläne für die Rentenreform 2024
Gotthilf WellerCDU und Grüne präsentieren gemeinsame Pläne für die Rentenreform 2024
Politiker von CDU und Grünen haben sich zusammengeschlossen, um zentrale Forderungen für die anstehende Rentenreform in Deutschland zu formulieren. Stefan Nacke und Armin Grau sind sich einig, dass das gesetzliche Rentensystem gestärkt werden muss, während gleichzeitig aktuelle Defizite in der Politik und Finanzierung behoben werden müssen.
Die beiden lehnen die „Rente mit 63“ für langjährige Beitragszahler ab. Sie argumentieren, dass diese Regelung ungerechte Anreize schafft und die Rentenkasse unzumutbar belastet.
Nacke und Grau kritisieren zudem Minijobs, da diese ihrer Ansicht nach keine Brücke in reguläre Beschäftigungsverhältnisse darstellen. Solche Jobs untergraben ihrer Meinung nach das Solidarprinzip, auf dem das Rentensystem basiert.
Zu ihren Vorschlägen gehört, alle nicht beitragsfinanzierten Rentenleistungen schrittweise vollständig aus Steuermitteln des Bundes zu finanzieren. Zudem fordern sie neue kollektive Finanzierungsmodelle, um die finanzielle Grundlage über das bestehende Umlageverfahren hinaus zu erweitern.
Um den Zugang zu Altersvorsorge zu verbessern, verlangen sie eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge, an der sich alle Arbeitgeber beteiligen müssen. Gleichzeitig warnen sie davor, Bundeszuschüsse zu kürzen, da dies lediglich die Kosten auf Arbeitnehmer und Unternehmen abwälzen würde.
Die Politiker betonen, dass die Rentenpolitik über Parteigrenzen hinweg gestaltet werden sollte. Sie fordern breite demokratische Unterstützung, um langfristige Stabilität und Legitimität zu gewährleisten. Ihre Reformen zielen darauf ab, das Rentenniveau zu stabilisieren und idealerweise schrittweise zu erhöhen. Zudem wollen sie den Trend zu frühem Renteneintritt umkehren und ein höheres tatsächliches Renteneintrittsalter fördern. Im Mittelpunkt der Vorschläge steht die Sicherung fairer und nachhaltiger Rentenansprüche für alle Beschäftigten.






