Daiichi Sankyo investiert eine Milliarde Euro in bayerisches Pharmawerk trotz Kritik an Gesundheitspolitik
Arnd JunckenDaiichi Sankyo investiert eine Milliarde Euro in bayerisches Pharmawerk trotz Kritik an Gesundheitspolitik
Daiichi Sankyo bekräftigt Engagement in Deutschland mit Milliardeninvestition in Bayern
Der japanische Pharmakonzern Daiichi Sankyo unterstreicht seine Bindung an Deutschland mit einer großen Investition in Bayern. Das Unternehmen plant, rund eine Milliarde Euro in sein Werk in Pfaffenhofen zu stecken. Diese Entscheidung fällt zu einer Zeit, in der andere Firmen ihre Investitionen im Land aufgrund von Kritik an der Gesundheitspolitik der Regierung zurückfahren.
Der Standort Pfaffenhofen ist das größte Werk von Daiichi Sankyo außerhalb Japans. Die Erweiterung stellt eine der größten Investitionen in der Unternehmensgeschichte dar. Der zweitgrößte Arzneimittelhersteller Japans, der einen Jahresumsatz von etwa 11,5 Milliarden Euro erwirtschaftet, betrachtet diesen Schritt als entscheidend für seine Zukunft.
Benoit Creveau, der Deutschland-Chef des Unternehmens, bezeichnete den Entwurf der Krankenkassenreform als enttäuschend. Gleichzeitig betonte er jedoch, dass Deutschland für Daiichi Sankyo nach wie vor ein zentraler Markt bleibe. Eine Unterbrechung der Erweiterungspläne schloss er kategorisch aus.
Als weitere Gründe für die Investition nannte er langjährige Forschungspartnerschaften, den Zugang zu qualifizierten Fachkräften und zuverlässige Zulieferer. Diese Vorteile überwiegen seiner Ansicht nach die Bedenken gegenüber dem aktuellen gesundheitspolitischen Rahmen.
Die Investition wird die Forschungs- und Produktionskapazitäten von Daiichi Sankyo in Pfaffenhofen deutlich stärken. Trotz allgemeiner Zurückhaltung in der Branche bleibt das Unternehmen seinen Expansionsplänen treu. Der Schritt unterstreicht das Vertrauen in den deutschen Pharmastandort.
