Depot meldet erneut Insolvenz an – 66 Filialen schließen sofort
Einrichtungshändler Depot meldet zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres Insolvenz an
Der in Großostheim (Bayern) ansässige Einrichtungshändler Depot hat erneut Insolvenz beantragt – bereits das zweite Mal innerhalb von zwölf Monaten. Nun werden 66 Filialen in ganz Deutschland geschlossen, darunter Standorte in der Wiesbadener Marktstraße und im Einkaufszentrum Main-Taunus-Zentrum.
Erst im Mai 2024 hatte Depot am Amtsgericht Aschaffenburg ein Insolvenzverfahren eingeleitet, das zur Schließung von 250 Filialen und zur Entlassung von rund 2.000 Mitarbeitern führte. Das Unternehmen versuchte daraufhin ein Comeback unter dem Namen „Depot 2.0“ mit niedrigeren Preisen und einem überarbeiteten Einzelhandelskonzept.
Trotz dieser Bemühungen ist Depot nun erneut gescheitert. Geschäftsführer Christian Gries nannte steigende Importzölle, den wachsenden Konkurrenzdruck durch Onlinehändler und die sinkende Konsumbereitschaft der Verbraucher als Hauptgründe. In den betroffenen Filialen haben bereits Räumungsverkäufe begonnen.
Die aktuelle Schließungswelle wird voraussichtlich rund 330 Arbeitsplätze kosten. Gries warnte zudem vor weiteren Entlassungen in der Unternehmenszentrale. Die Schließungen bedeuten einen erneuten Rückschlag für den angeschlagenen Händler. Etwa 330 Mitarbeiter sind direkt betroffen, weitere Kürzungen am Hauptsitz werden erwartet. Während die Abwicklung voranschreitet, bleibt die Zukunft von Depot ungewiss.
