11 May 2026, 06:31

Deutsche gespalten: 51 Prozent für Bundeswehr-Einsatz im Hormus-Konflikt

Alte Karte von Hofhegenberg, Deutschland, mit schwarzem Rand umrandet, zeigt Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten.

Deutsche gespalten: 51 Prozent für Bundeswehr-Einsatz im Hormus-Konflikt

Eine neue Umfrage zeigt, dass etwas mehr als die Hälfte der Deutschen den Einsatz von Bundeswehrkräften in der Straße von Hormus befürwortet. Bei der Mission, sofern sie genehmigt wird, würden Minenräumboote und spezialisierte Seeleute zum Einsatz kommen. Die Meinungen zu dem Vorhaben bleiben jedoch entlang politischer und regionaler Linien tief gespalten.

Die von Forsa zwischen dem 7. und 8. Mai 2026 durchgeführte Erhebung mit 1.009 Teilnehmenden ergab, dass 51 Prozent der Deutschen die geplante Militärmission unterstützen. 44 Prozent lehnen sie ab, während 5 Prozent unentschieden sind. Besonders hoch ist die Zustimmung unter Wählerinnen und Wählern der Grünen: 77 Prozent befürworten den Einsatz, wohingegen 73 Prozent der AfD-Anhängerinnen und -Anhänger den Plan ablehnen.

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Auch regional zeigen sich deutliche Unterschiede. In Westdeutschland sprechen sich 52 Prozent für die Entsendung aus, im Osten lehnen sie jedoch 53 Prozent ab. Die Deutsche Marine hat bereits das Minenräumboot Fulda ins Mittelmeer verlegt, von wo aus es bei einer Freigabe der Mission umgruppiert werden könnte. Ein Team von 45 Seeleuten, darunter Minentaucher, würde an der Operation teilnehmen.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat eine bedingte Unterstützung signalisiert. Er besteht auf drei Voraussetzungen: ein Ende der Feindseligkeiten in der Region, ein solides militärisches Rahmenkonzept und die Zustimmung des Bundestags. Bereits Mitte April hatten sich bereits die Hälfte der Deutschen für die Entsendung von Minenräumbooten in den Nahen Osten ausgesprochen.

Die Umfrage unterstreicht die tiefen Gräben in der Debatte über Sinn und Risiken des Einsatzes. Sollte er genehmigt werden, würde die Mission einen bedeutenden Schritt für die militärische Präsenz Deutschlands in der Region darstellen. Die Regierung steht nun vor der Herausforderung, öffentliche Meinung mit strategischen und politischen Erwägungen in Einklang zu bringen.

Quelle