Deutschland stockt bei Wasserstoff-Gesetzen – Gutachten zeigt Auswege auf
Frauke MansDeutschland stockt bei Wasserstoff-Gesetzen – Gutachten zeigt Auswege auf
Deutschland hinkt bei der Umsetzung der EU-Vorgaben für die Wasserstoffverteilung in nationales Recht hinterher. Die Verzögerung bremst die Umstellung der deutschen Gasnetze aus und schafft Unsicherheit bei Energieversorgern und Investoren.
Ein neues Rechtsgutachten, das von der Thüga AG und vier Partnerunternehmen in Auftrag gegeben wurde, zeigt mögliche Lösungswege auf. Erstellt von der Essener Kanzlei Rosin Büdenbender, skizziert es, wie wasserstofftaugliche Investitionskosten im Rahmen der bestehenden Regularien berücksichtigt werden können. Die Ergebnisse legen nahe, dass bereits kleine Anpassungen der aktuellen Gesetze den Umstieg auf Wasserstoff effizient gestalten könnten.
Die Einschätzung wurde Vertretern von CDU, SPD, FDP sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz präsentiert. Die Thüga AG, Kernstück des größten kommunalen Energie- und Wasserversorgernetzes Deutschlands, erzielte 2023 einen Umsatz von über 53 Milliarden Euro und zählt damit zu den drei größten Energieanbietern des Landes.
Das Gutachten ebnet den Weg für die Integration von Wasserstoff in das deutsche Energienetz. Seine Empfehlungen zielen darauf ab, die blockierte Transformation voranzubringen und das nationale Recht mit den EU-Anforderungen in Einklang zu bringen. Energieversorger erhalten damit einen Rahmen, um Investitionen in die Wasserstoffinfrastruktur voranzutreiben.
