18 March 2026, 00:36

Drei Kandidaten, ein Ziel: Wer wird Oberstdorfs neuer Bürgermeister?

Eine überflutete Stadtstraße mit Menschen, einige halten Schirme, Gebäude, Bäume, Laternenpfähle, Fahrzeuge, verstreute Papiere und ein Schuppen auf der rechten Seite.

Drei Kandidaten, ein Ziel: Wer wird Oberstdorfs neuer Bürgermeister?

Oberstdorfs Bürgermeisterwahl nimmt an Fahrt auf: Die drei Kandidaten im Rennen

Im Wahlkampf um das Oberstdorfer Rathaus geht es heiß her – die drei Bewerber buhlen um das Amt. Amtsinhaber Klaus King sieht sich mit dem langjährigen Stadtrat Martin Rees und der politischen Newcomerin Chantalle Schubert konfrontiert. Die Wahl findet zu einer Zeit statt, in der die Gemeinde mit steigenden Schulden, Wohnungsmangel und den Plänen für künftige Skimeisterschaften ringt.

In einem Punkt sind sich alle drei einig: Der Touristenandrang in der Innenstadt muss reduziert werden. Sie befürworten den Ausbau von Parkplätzen am Stadtrand und die Einführung eines Ringbussystems. Doch die Wege dorthin unterscheiden sich. Während Rees eine gründliche Analyse vor jedem Handeln fordert, setzt King auf mutigere Schritte. Schubert schlägt hingegen kreative Parklösungen vor, um das Verkehrsaufkommen zu entlasten.

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Auch die Zukunft der Nebelhorn-Seilbahnen ist zum Wahlkampfthema geworden. Rees zeigt sich skeptisch gegenüber einer Verlängerung der Abendbetriebe und warnt vor möglichen unbeabsichtigten Folgen. Uneinig sind sich die Kandidaten auch bei Oberstdorfs Bewerbung um die Nordischen Skiweltmeisterschaften 2031. Rees wirbt für eine "Bürgermeisterschaft" mit breiter öffentlicher Beteiligung, King betont die Nachhaltigkeit des Events. Schubert pocht darauf, dass die ansässige Bevölkerung bei der Entscheidung mitreden darf.

Doch nicht nur der Tourismus stellt die Gemeinde vor Herausforderungen. Die Schulden Oberstdorfs werden bis Jahresende voraussichtlich auf 97,5 Millionen Euro anwachsen. Die geplante Schließung der Inneren Medizin im örtlichen Krankenhaus könnte sowohl Einwohner als auch Gäste betreffen. Zudem verschärft der Wohnungsmangel die Lage: Obwohl es 2.889 Zweitwohnungen im Gebiet gibt, stehen 300 Wohnungen leer.

Der künftige Bürgermeister erbt ein Gemisch aus Chancen und Problemen. Verkehrsmanagement, Schuldenstand und Kürzungen im Gesundheitsbereich erfordern schnelles Handeln. Das Wahlergebnis wird mitbestimmen, wie Oberstdorf in den kommenden Jahren Tourismus, lokale Bedürfnisse und finanzielle Stabilität in Einklang bringt.

AKTUALISIERUNG

Klaus King sichert Sieg in der Stichwahl

Der Wettkampf um das Bürgermeisteramt in Oberstdorf endete mit einem eindeutigen Ergebnis. Klaus King (CSU/FDP/UOL) gewann die Stichwahl am 22. März mit 43,7% der Stimmen und besiegte Chantalle Schubert (FWO) und Martin Rees (OA). Schubert erhielt 32,0%, während Rees 24,4% erhielt. Die Wahlbeteiligung lag bei 65,5%, was einen Anstieg von 2,4% gegenüber den ursprünglichen Prognosen bedeutet.