25 April 2026, 16:35

Drohnen legen Flughafen München lahm – Experten fordern strengere Sicherheitsvorkehrungen

Weißer Drohne hängt von der Decke eines Hangars an Ketten mit kleinen Fahnen daran.

Experten fordern Identifizierungsanforderung für Drohnen - Drohnen legen Flughafen München lahm – Experten fordern strengere Sicherheitsvorkehrungen

Drohnen sorgen für wiederholte Störungen am Flughafen München – Experten warnen vor Sicherheitslücken

In den vergangenen Tagen haben Drohnen am Flughafen München mehrfach für Unterbrechungen gesorgt und damit Bedenken hinsichtlich der Flugsicherheit verstärkt. Gerald Wissel, Vorsitzender des Europäischen Verbands für unbemannte Luftfahrt (UVS International), warnte, dass Flughäfen ohne strengere Vorsorgemaßnahmen weiterhin anfällig für solche Vorfälle seien.

Die jüngsten Drohnensichtungen ereigneten sich am Donnerstagabend und erneut am Freitag am Münchner Flughafen. Beide Zwischenfälle zwangen zu vorübergehenden Start- und Landestopps, größere Verspätungen blieben jedoch aus. Bereits früher in der Woche waren Drohnen auch über Schleswig-Holstein gesichtet worden, was die wachsende Besorgnis weiter schürte.

Wissel fordert schärfere Kontrollen, darunter ein verpflichtendes System zur Erfassung aller legal betriebenen Drohnen. Zudem schlägt er die Einrichtung eines "virtuellen Zauns" um Flughäfen vor, um unbefugte Drohnenflüge zu blockieren. Derartige Schutzmechanismen existieren derzeit nicht, sodass Start- und Landebahnen potenziellen Störungen schutzlos ausgesetzt sind.

Luftfahrtexperten unterstützen diese Forderungen und setzen sich für eine Pflichtkennzeichnung aller Drohnen ein. Trotz der jüngsten Vorfälle rechnet Wissel nicht mit Auswirkungen auf den Reiseverkehr in den anstehenden Herbstferien. Er wies darauf hin, dass die öffentliche Aufmerksamkeit für solche Risiken oft schnell nachlasse – ähnlich wie während der COVID-19-Pandemie.

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Die wiederholten Drohnensichtungen offenbaren Lücken in den Sicherheitsvorkehrungen der Flughäfen. Die Behörden geraten nun unter Druck, strengere Überwachungs- und Sperrzonen einzuführen. Ohne solche Maßnahmen könnten künftig weitere Störungen im Flugbetrieb drohen.

Quelle