ETA Hub revolutioniert die Unternehmensnachfolge im deutschen Mittelstand
Raissa LangernETA Hub revolutioniert die Unternehmensnachfolge im deutschen Mittelstand
Ein neues Programm bei UnternehmerTUM nimmt sich einer wachsenden Herausforderung in der deutschen Wirtschaft an: die Nachfolgeregelung für etablierte Unternehmen. Der ETA Hub, ins Leben gerufen, um diese Lücken zu schließen, stößt bereits auf großes Interesse – zwei aktuelle Masterclasses waren innerhalb kürzester Zeit ausgebucht. Die Initiative spiegelt einen grundlegenden Wandel wider, wie Unternehmertum über die klassische Startup-Förderung hinaus unterstützt wird.
Der ETA Hub konzentriert sich auf Unternehmensnachfolge durch Übernahme (Entrepreneurship Through Acquisition, ETA), eine Strategie, die angehende Führungskräfte darin schult, bestehende Unternehmen zu übernehmen und zu führen. Anders als bei herkömmlicher Gründungsförderung richtet sich dieses Programm gezielt an den Mittelstand – das Rückgrat der deutschen Wirtschaft – wo die Nachfolgeplanung zunehmend dringlich wird. Bis 2026 benötigen rund 560.000 dieser Unternehmen neue Führungskräfte, wobei 190.000 aufgrund fehlender Nachfolger sogar von der Schließung bedroht sind. Besonders betroffen ist etwa der Maschinenbau, wo 57 Prozent der Inhaber bereits über 55 Jahre alt sind.
Das große Bedürfnis nach solchen Qualifizierungsangeboten zeigte sich auf der Bits & Pretzels-Konferenz, wo Christian Mohr, Chief Customer Officer bei UnternehmerTUM und Mitgründer des ETA Hub, reges Interesse registrierte. Das Programm bietet mehr als nur Weiterbildung: Teilnehmer erhalten Zugang zu Workshops, Netzwerkveranstaltungen und maßgeschneiderten Lernformaten. Sein zentrales Anliegen ist es, die Kluft zwischen potenziellen Führungskräften – den sogenannten Suchenden (searchers) – und Unternehmen mit Nachfolgebedarf zu überbrücken, gleichzeitig aber auch den Kontakt zu Investoren herzustellen.
Der ETA Hub fügt sich nahtlos in das übergeordnete Ziel von UnternehmerTUM ein, die nächste Generation von Unternehmern zu fördern. Indem die Organisation ihre Unterstützung über Startups hinaus ausweitet, adressiert sie ein zentrales wirtschaftliches Problem: die Sicherung der Kontinuität etablierter Betriebe in Führungsübergängen.
Mit zwei ausgebuchten Masterclasses und einem klaren Marktbedarf etabliert sich der ETA Hub als wichtige Anlaufstelle für Unternehmensnachfolgen. Durch seinen strukturierten Ansatz – eine Kombination aus Bildung, Netzwerkaufbau und praxisnahen Strategien – will das Programm die Zukunft Tausender Unternehmen sichern. Für angehende Geschäftsführer bietet es einen direkten Weg in die Führungsetage – nicht durch eine Gründung, sondern durch die Übernahme eines bestehenden Betriebs.






