Europa lockert Rauchverbote – Österreichs Modell setzt sich durch
Mehrere mitteleuropäische Länder lockern ihre Rauchverbote in Gastronomiebetrieben. Die Änderungen orientieren sich am österreichischen Modell einer regulierten Koexistenz von Rauchern und Nichtrauchern. Mit dieser Kehrtwende soll den finanziellen Problemen der Branche sowie der Unzufriedenheit in der Bevölkerung begegnet werden.
Kroatien hat Pläne bekannt gegeben, sein Rauchverbot zu entschärfen. Kleinere Lokale sollen künftig als Raucherbetriebe geführt werden dürfen. Die Entscheidung folgt auf massive Umsatzeinbußen in Bars und Restaurants sowie weitverbreitete Unzufriedenheit unter den Gästen.
Die kroatische Tourismusbranche sieht darin Teil eines größeren Trends. Nachbarländer übernehmen ähnliche Regelungen, inspiriert vom österreichischen Vorbild. Bayern etwa erlaubt seit dem 1. August das Rauchen in kleineren Betrieben und Nebenräumen.
Auch Griechenland und Tschechien haben ihre Vorschriften angepasst. In Griechenland können Lokale unter 70 Quadratmetern nun selbst entscheiden, ob sie Raucher- oder Nichtraucherbetriebe sein wollen. Tschechien verlangt von Restaurants, ihren Raucherstatus von vornherein offen zu legen.
Die neuen Bestimmungen geben Unternehmen mehr Spielraum, um Raucher zu bedienen. Die Lockerungen sollen die finanzielle Belastung der Gastronomie verringern. Die Politik spiegelt eine wachsende Präferenz für den österreichischen Mittelweg wider – weg von strikten Verboten.






