02 May 2026, 06:32

Ex-Diplomaten warnen vor Trumps Einfluss auf die transatlantischen Beziehungen

Karte, die die Erweiterung der NATO von 1949 bis heute veranschaulicht, wobei die Regionen farbcodiert sind nach dem Jahr des Beitritts.

Ex-Diplomaten warnen vor Trumps Einfluss auf die transatlantischen Beziehungen

Zwei hochrangige Diplomaten haben US-Wähler aufgefordert, bei den anstehenden Zwischenwahlen demokratische Kandidaten zu unterstützen. Christoph Heusgen, ehemaliger Berater von Angela Merkel, und Philip Murphy, früherer US-Botschafter in Deutschland, warnen, dass Donald Trumps Politik die transatlantischen Beziehungen belastet. Ihr Appell erfolgt vor dem Hintergrund von Bedenken hinsichtlich der Haltung des Präsidenten gegenüber Europa und internationalen Institutionen.

Heusgen und Murphy bekleideten unter Merkel und der Obama-Regierung Schlüsselpositionen in der Diplomatie. Nun argumentieren sie, Trumps Außenpolitik behandle Europa eher als Gegner denn als Verbündeten. Seine Skepsis gegenüber der NATO und seine Vorliebe für einseitiges Handeln hätten die Beziehungen stark strapaziert, so die beiden.

Die beiden Diplomaten kritisieren zudem Trumps innenpolitische Bilanz und werfen ihm vor, die Gewaltenteilung zu untergraben. Demokratische Erfolge im Kongress könnten seiner Agenda Grenzen setzen und die Kontrolle über die Exekutive wieder stärken, sind sie überzeugt.

Mit Blick auf die Zukunft schlagen die Diplomaten eine gemeinsame Initiative der USA und Deutschlands vor, um den UN-Sicherheitsrat zu reformieren. Sie glauben, dass ein demokratischer Präsident im Jahr 2028 die transatlantische Zusammenarbeit neu beleben und die Handelsbeziehungen stärken könnte. Die Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit, betonen sie, liege im langfristigen Interesse beider Nationen.

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Die ehemaligen Beamten heben die Zwischenwahlen als Chance hervor, Trumps Einfluss einzugrenzen. Ihre Warnungen spiegeln die wachsende Sorge über den US-amerikanischen Unilateralismus und dessen Auswirkungen auf globale Partnerschaften wider. Eine politische Machtverschiebung, so ihr Argument, könnte helfen, das Vertrauen zwischen den USA und Europa wiederherzustellen.

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