FDA warnt Novo Nordisk wegen irreführender Ozempic-Werbung mit Sicherheitsmängeln
Arnd JunckenFDA warnt Novo Nordisk wegen irreführender Ozempic-Werbung mit Sicherheitsmängeln
Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat dem Pharmakonzern Novo Nordisk eine offizielle Warnung wegen einer Verbraucherwerbung für das Diabetes-Medikament Ozempic ausgestellt. Die Behörde wirft dem Unternehmen vor, in dem Spot irreführende Angaben zu den Vorteilen des Wirkstoffs zu machen und gleichzeitig Sicherheitsrisiken herunterzuspielen. Es ist bereits die zweite Rüge für Novo Nordisk innerhalb eines Monats.
Im Fokus der FDA-Kritik steht der Werbespot mit dem Titel "Es gibt nur ein Ozempic", der den Eindruck erwecke, das Präparat sei anderen Produkten überlegen. Die Aufsichtsbehörde argumentiert, die Anzeige vereinfache die medizinischen Zusammenhänge des Wirkstoffs Semaglutid – dem aktiven Bestandteil von Ozempic – unzulässig. Zudem bemängeln die Prüfer die Platzierung der Sicherheitshinweise, die nicht deutlich genug hervorgehoben seien.
Besonders strittig ist aus Sicht der FDA die Behauptung, Ozempic verfüge über die meisten von der Behörde genehmigten Anwendungsgebiete unter den Diabetes-Medikamenten. Eine solche Aussage suggeriere einen universellen Nutzen, ohne dass dafür ausreichende Belege vorlägen.
Eine Sprecherin von Novo Nordisk, Liz Skrbkova, bestätigte den Erhalt der Warnung und kündigte an, das Unternehmen bereite eine Stellungnahme vor. Die FDA hat Novo Nordisk eine Frist von 15 Werktagen gesetzt, um auf die Vorwürfe zu reagieren. Die Maßnahme steht im Einklang mit einer verschärften Kontrollpolitik für Pharmamarketing unter Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr.
Die Warnung unterstreicht die anhaltend kritische Prüfung von Arzneimittelwerbung durch die FDA. Novo Nordisk muss nun innerhalb der gesetzten Frist offiziell antworten. Bei Nichteinhaltung drohen dem Konzern weitere regulatorische Konsequenzen.






