24 June 2026, 20:23

FDP-Streit eskaliert: Warum Hagens Interview mit Junger Freiheit die Partei spaltet

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FDP-Streit eskaliert: Warum Hagens Interview mit Junger Freiheit die Partei spaltet

Ein kürzlich geführtes Interview des FDP-Politikers Martin Hagen mit dem rechtsextremen Medium Junge Freiheit hat innerhalb der Partei für Aufsehen gesorgt. Kritiker wie Sabine Leutheusser-Schnarrenberger werfen ihm vor, damit extremistische Positionen zu normalisieren, während andere den offenen Dialog verteidigen.

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Hagen gab der Jungen Freiheit ein Interview, was scharfe Kritik von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger auslöste, einer prominenten Vertreterin des linksliberalen FDP-Flügels. Sie warnte, dass eine Zusammenarbeit mit dem Blatt der rechtspopulistischen AfD Legitimität verleihen könnte. Der Spiegel unterstützte diese Haltung und behauptete, solche Interviews überschritten eine journalistische rote Linie.

Hagen verteidigte seine Entscheidung und betonte, die Junge Freiheit sei weder unseriös noch verfassungsfeindlich. Zudem beklagte er einen generellen Rückgang der Debattenkultur in der Gesellschaft, insbesondere während der Amtszeit von Angela Merkel. Susanne Seehofer unterstützte ihn und plädierte dafür, sich auch außerhalb politischer Echokammern auszutauschen.

Der Streit führte dazu, dass Sabine Döring ihre Teilnahme an einer von der FDP organisierten Podiumsdiskussion absagte. Hagen machte jedoch deutlich, dass die FDP trotz seiner Gesprächsbereitschaft mit der Jungen Freiheit keine Zusammenarbeit mit der AfD anstrebe – diese sei als Partner ungeeignet.

Die Kontroverse zeigt die Spaltungen innerhalb der FDP im Umgang mit rechtsextremen Medien auf. Leutheusser-Schnarrenbergers Rückzug von der Podiumsdiskussion unterstreicht die Tiefe der Uneinigkeit. Hagens Position bleibt klar: Dialog sei notwendig, eine Kooperation mit der AfD jedoch ausgeschlossen.

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