13 March 2026, 22:41

Franken-Sachsen-Magistrale wird elektrifiziert: Durchbruch für die Bahnregion

Eine alte Postkarte zeigt einen belebten Dresdner Bahnhof mit Fahrzeugen, Menschen, Bäumen, Gebäuden und einem bewölkten Himmel, mit der Aufschrift "Dresden Hauptbahnhof" oben.

Ausbau der Franken-Sachsen-Mainlinie: Fortschritte werden gemacht - Franken-Sachsen-Magistrale wird elektrifiziert: Durchbruch für die Bahnregion

Haushaltsausschuss des Bundestags gibt grünes Licht für Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat die Elektrifizierung eines zentralen Abschnitts der Franken-Sachsen-Strecke freigegeben. Die Entscheidung ebnet den Weg für die Planung der Strecke Nürnberg–Schnabelwaid – ein Vorhaben, das als großer Durchbruch für das regionale Verkehrsnetz gefeiert wird. Behördenvertreter bezeichnen es als das Ende der letzten großen rein dieselbetriebenen Eisenbahnstrecke Deutschlands.

Die Franken-Sachsen-Verbindung ist eine wichtige Achse zwischen Nürnberg, Dresden und der tschechischen Grenze über Marktredwitz. Doch ihre Zukunft stand infrage, nachdem Bundesbehörden Bedenken zur Wirtschaftlichkeit geäußert hatten. Eine aktuelle Neubewertung kehrte diese Haltung um und ermöglichte nun die jüngste Genehmigung.

Der Druck zur Modernisierung der Strecke wuchs, nachdem mehrere Eisenbahnbrücken entlang der Magistrale gesperrt werden mussten und es zu erheblichen Behinderungen kam. Mit der Entscheidung des Haushaltsausschusses kann nun die durchgehende Elektrifizierung von Nürnberg bis Bayreuth vorangetrieben werden. Bayern hatte bereits zuvor die Finanzierung für den Abschnitt Schnabelwaid–Bayreuth gesichert, sodass das Projekt nun ohne Hindernisse fortgeführt werden kann.

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Jonas Geissler nannte die Freigabe einen "entscheidenden Schritt nach vorn" zur Überwindung der Dieselabhängigkeit. Die CSU-Kollegin Silke Launert fügte hinzu, das Ergebnis beweise, "dass sich Beharrlichkeit auszahlt". Langfristig ist die vollständige Elektrifizierung bis Hof geplant, wo die Anschlüsse nach Dresden bereits elektrifiziert sind.

Die Mittel für die ersten Planungs- und Genehmigungsphasen (Leistungsphasen 3 und 4) stehen ab 2025 zur Verfügung. Zwar gibt es noch keinen festen Zeitplan für die vollständige Fertigstellung, doch das Projekt markiert einen wichtigen Meilenstein bei der Aufwertung der Infrastruktur entlang der Strecke.

Die Elektrifizierung des Abschnitts Nürnberg–Schnabelwaid wird die Abhängigkeit von Dieselzügen in der Region verringern. Mit der bereits zugesagten bayerischen Förderung und der nun gesicherten Bundesbeteiligung kann das Vorhaben sein endgültiges Ziel verfolgen: eine durchgehend elektrifizierte Verbindung von Nürnberg bis Hof. Die Entscheidung stärkt zudem die grenzüberschreitenden Schienenverbindungen in die Tschechische Republik.

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