Frankenschnellweg in Nürnberg: Ausbau nach Klageabweisung endlich genehmigt
Frauke MansFrankenschnellweg in Nürnberg: Ausbau nach Klageabweisung endlich genehmigt
Ausbau der Frankenschnellweg in Nürnberg nach Klageabweisung endlich genehmigt
Der Ausbau der Frankenschnellweg in Nürnberg hat nach der Abweisung einer Klage endgültig grünes Licht erhalten. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wies eine Beschwerde des Umweltverbandes Bund Naturschutz zurück und ebnete damit den Weg für das rund 1 Milliarde Euro teure Projekt. Mit den Bauarbeiten wird jedoch frühestens in einem Jahr begonnen, da zunächst die Ausschreibungsverfahren anlaufen müssen.
Das Vorhaben stieß auf Widerstand von Umweltschützern, die sich gegen die Auswirkungen auf Natur und Anwohner aussprachen. Sowohl das Bayerische Verwaltungsgericht als auch das Bundesverwaltungsgericht urteilten jedoch, dass Umwelt- und Anwohnerschutz ausreichend berücksichtigt worden seien. Der Ausbau wird nun in zwei Phasen umgesetzt, beginnend mit den zentralen Abschnitten zwischen der Stadtgrenze Nürnberg/Fürth und der Otto-Brenner-Brücke.
Im Kernstück des Projekts entstehen ein 1,8 Kilometer langer Tunnel, darüber eine Verteilerebene sowie ein neuer 22.000 Quadratmeter großer Stadtpark. Die Grünfläche soll jährlich etwa 23 Tonnen CO₂ binden. Im westlichen Abschnitt kommt eine dritte Spur Richtung Hafen hinzu, ergänzt durch 3 Kilometer Lärmschutzwälle, um die Belastung für die Anwohner zu verringern.
Zudem werden 5 Kilometer neue Rad- und Fußwege angelegt. Da das Land Bayern 80 Prozent der geschätzten Kosten von 1 Milliarde Euro übernimmt, rechnen die Planer mit einer Bauzeit von etwa einem Jahrzehnt. EU-weite Ausschreibungen für die Bauverträge sollen noch vor dem ersten Spatenstich erfolgen.
Ziel des Ausbaus ist es, den Verkehrsfluss zu verbessern und die Emissionen in der Region zu senken. Nach Fertigstellung wird die modernisierte Frankenschnellweg über eine höhere Kapazität, besseren Lärmschutz und neue grüne Infrastruktur verfügen. Als nächste Schritte stehen nun die finalen Vergabeverfahren an, bevor in mindestens einem Jahr mit dem Bau begonnen wird.






