Fusion Festival 2027 pausiert – Neukonzeption und Geländearbeiten geplant
Gotthilf WellerFusion Festival 2027 pausiert – Neukonzeption und Geländearbeiten geplant
Fusion Festival macht 2027 Pause – Organisatoren planen Neukonzeption und Geländeverbesserungen
Eines der größten alternativen Musik- und Kulturfestivals Deutschlands und Europas, das Fusion Festival, wird 2027 eine Auszeit einlegen. Die Veranstalter nutzen die Pause für eine inhaltliche Reflexion und die Aufwertung des Geländes. Seit Jahren zieht das Festival mit seinem Mix aus Musik, Kunst und politischer Bildung zehntausende Besucher an.
2022 wurde das Festival bereits am ersten Tag von Bränden überschattet, die zu einer vorzeitigen Unterbrechung führten. Dennoch blieb es ein zentraler kultureller Treffpunkt und verzeichnet jährlich rund 65.000 Gäste. Das Programm vereint Techno, Rock, Pop, Theater, Workshops und politische Diskussionsrunden.
Hinter den Kulissen arbeitet ein riesiges Team daran, das Festival auf die Beine zu stellen. Über 10.000 Menschen und 250 Crews aus aller Welt sind jedes Jahr beteiligt. Dazu gehören Nikolay Veter, Anaïs Kohler und Jan Gerlach, die die Dubstation betreuen – eine der ältesten Bühnen des Festivals.
David Egger, Lichtdesigner mit fast zwei Jahrzehnten Fusion-Erfahrung, beschreibt die Vorbereitungen als extrem intensiv. Gemeinsam mit Sebastian Mäher ist er für die Beleuchtung der Tower Stage, der größten Bühne des Festivals, verantwortlich. Für Egger bietet das Festival eine Flucht aus dem Alltag. Mäher sieht in der Pause die Chance für eine tiefgreifendere Auseinandersetzung mit dem Konzept, hofft aber auf eine Rückkehr.
Die Auszeit 2027 soll den Veranstaltern Raum geben, Themen, Strukturen und die Gestaltung des Geländes neu zu denken. Für die treue Fangemeinde wäre ein Ausfall ein herber Verlust. Ob und wie es weitergeht, steht noch nicht fest – doch die Pause soll die Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit des Festivals sichern.
