26 March 2026, 08:36

Glasfaser überholt Kabel: Warum immer mehr Haushalte in Deutschland wechseln

Nahaufnahme eines Glasfaserkabels mit blauen und weißen Lichtern auf einem schwarzen Hintergrund.

Glasfaser überholt Kabel: Warum immer mehr Haushalte in Deutschland wechseln

Deutschlands Internetmarkt im Wandel: Immer mehr Haushalte steigen von Kabel auf Glasfaser um

Neue Studien zeigen: Glasfaser bietet deutlich schnellere und stabilere Verbindungen, während Kabelanschlüsse mit langsameren Uploads und höherer Latenz kämpfen. Gleichzeitig bauen Anbieter wie Vodafone und die Deutsche Telekom ihre Glasfasernetze aus – die Zukunft der Kabeltechnik bleibt ungewiss.

Auf einer kürzlichen Konferenz in München präsentierte Prof. Dr. Jens Böcker aktuelle Erkenntnisse zum Leistungsunterschied zwischen den beiden Technologien. Seine Daten deuten auf einen stetigen Rückgang der Kabelnutzung hin, während die Glasfaser-Adoption steigt. Dennoch sind Millionen Haushalte weiterhin auf die ältere Infrastruktur angewiesen.

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Glasfaser auf dem Vormarsch – Kabel verliert an Boden Bis 2026 werden voraussichtlich 24 Prozent der deutschen Haushalte Glasfaser nutzen, 2024 waren es erst 20 Prozent. Die Vorteile für Kunden sind deutlich: 76 Prozent verzeichnen nach dem Wechsel deutlich höhere Geschwindigkeiten, 66 Prozent profitieren von einer besseren Stabilität. Kabel-Internet hingegen – obwohl mit Downloads von bis zu 1 Gbit/s und günstigeren Preisen – hinkt bei Upload-Geschwindigkeiten und Reaktionszeiten hinterher.

Auch preislich gleicht sich der Abstand an: Vodafone verlangt für Gigabit-Glasfaser 69,99 Euro monatlich, fast gleichauf mit den 70,95 Euro der Deutschen Telekom und deutlich unter den 89,99 Euro von Deutsche Glasfaser. Doch selbst Kabelanbieter wie Vodafone und PYÜR investieren mittlerweile in eigene Glasfasernetze – ein Zeichen für den Technologiewechsel.

Experten prognostizieren weiteren Kundenschwund für Kabelanbieter Laut Schätzungen könnten Kabelanbieter jährlich rund 100.000 Kunden an die Glasfaser-Konkurrenz verlieren. Interessanterweise haben bereits 22 Prozent der DSL- und Kabelnutzer einen ungenutzten Glasfaseranschluss in ihren Wohnungen – viele könnten also längst wechseln, tun es aber (noch) nicht. Das Bundesdigitalministerium arbeitet derzeit an einer Strategie zum schrittweisen Ausstieg aus DSL, während Kabelnetze in den Plänen bisher keine Rolle spielen.

Prof. Böcker, der seit Jahren den deutschen Glasfasermarkt analysiert, stellte diese Trends auf der Buglas-Konferenz vor. Seine Forschung unterstreicht, wie die Zuverlässigkeit und Geschwindigkeitsvorteile von Glasfaser den Wandel vorantreiben – auch wenn Kabel vorerst noch als weitverbreitete Alt-Technologie besteht.

Glasfaser setzt sich durch – Kabel steht vor dem Aus? Für deutsche Haushalte wird Glasfaser-Internet zunehmend zur ersten Wahl: schneller, stabiler und mit schrumpfenden Preisunterschieden. Während die Anbieter ihre Netze ausbauen, dürfte der Rückgang der Kabelnutzung weitergehen. Die geplante Abschaltung von DSL – ohne Berücksichtigung der Kabelinfrastruktur – könnte diesen Prozess in den kommenden Jahren zusätzlich beschleunigen.

Quelle