Grönemeyer erhält Nationalpreis – und attackiert Merkel und Scholz
Herbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für gesellschaftliches Engagement
Der 70-jährige Sänger Herbert Grönemeyer ist mit dem Deutschen Nationalpreis für sein soziales Engagement ausgezeichnet worden. Die mit 50.000 Euro dotierte Ehrung nutzte er, um Politiker scharf zu kritisieren – wegen mangelnder Kommunikation mit der Bevölkerung in den vergangenen zwei Jahrzehnten.
In seiner Dankesrede nahm Grönemeyer besonders die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und den amtierenden Kanzler Olaf Scholz ins Visier. Ihnen warf er vor, in der öffentlichen Verständigung versagt zu haben, und verglich die fehlende Zusammenarbeit in der Politik mit der Mannschaftharmonie im Fußball.
Der Deutsche Nationalpreis würdigt Persönlichkeiten und Initiativen, die sich für eine demokratische Gesellschaft einsetzen. Grönemeyer, der zur Babyboomer-Generation zählt, betonte seine Verantwortung gegenüber den jüngeren Generationen. Er rief die Zivilgesellschaft auf, aktiv zu werden und eine Bewegung des gegenseitigen Rückhalts zu schaffen.
Zudem plädierte er für einen optimistischen Blick in die Zukunft und lehnte Angst als Leitmotiv ab. Die Auszeichnung unterstreicht Grönemeyers langjähriges gesellschaftliches Engagement. Seine Worte machen deutlich: Gefragt sind bessere Führung und ein offener Dialog mit der Bevölkerung. Die 50.000 Euro Preisgeld sollen seine weiteren Projekte zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts unterstützen.
