27 April 2026, 18:32

Großrazzia in Langenfeld deckt Betrug, Scheinwohnsitze und illegale Bauprojekte auf

Menschen mit einem Banner "Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen" und einer Flagge, mit Straßenlaternen, Bäumen, Kränen, einem Gebäude und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Großrazzia in Langenfeld deckt Betrug, Scheinwohnsitze und illegale Bauprojekte auf

Großrazzia gegen organisierte Kriminalität und Betrug in Langenfeld und Umgebung

Im Rahmen der Initiative GeKo Rhein Wupper, die die Zusammenarbeit zwischen Behörden stärken soll, ist eine neue Welle von Ermittlungen gegen organisierte Kriminalität und Betrug in Langenfeld und den umliegenden Gebieten angelaufen. Dabei wurden zahlreiche Unregelmäßigkeiten aufgedeckt – von Scheinwohnsitzen über illegale Baumaßnahmen bis hin zu Schwarzarbeit und nicht gemeldeten Einkünften. Die Behörden prüfen derzeit mehrere Fälle im Zusammenhang mit Missbrauch von Immobilien, Einwanderungsbetrug und finanziellen Unstimmigkeiten.

Die Aktion startete mit einem Einsatzteam von 19 Beamten unter der Leitung von Oliver Konsierke, das in Langenfeld Immobilien kontrollierte. Im Fokus standen organisierte Kriminalität, Sozialbetrug, Schmuggel und Geldwäsche. Eine der ersten Entdeckungen betraf zwölf Scheinwohnsitze in Reusrath, die allesamt auf Staatsbürger aus Osteuropa gemeldet waren.

In Richrath stießen die Prüfer auf illegale Bauarbeiten sowie auf den Verdacht, dass Löhne vorenthalten wurden. Bei einem weiteren Objekt droht die Abmeldung wegen eines Meldeverstoßes; zudem gibt es Hinweise auf gefälschte Vaterschaftsanerkennungen. Unterdessen registrierten die Langenfelder Behörden ungewöhnliche Investitionsmuster: Personen erwarben großzügige Immobilien, die in keinem Verhältnis zu ihren deklarierten Einkünften standen.

Ein drittes Objekt in Langenfeld weckte den Verdacht auf gefälschte Anmeldungen, möglicherweise um Einwanderungsbestimmungen zu umgehen. Der Aufenthaltsstatus von sieben Personen an diesen Standorten ist weiterhin ungeklärt; es gibt Hinweise auf nicht angemeldete Beschäftigungsverhältnisse. Zudem deckten die Behörden ungenehmigte Nutzungsänderungen von Immobilien sowie Verstöße gegen das Wohnraumstärkungsgesetz auf.

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Die Ergebnisse unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen bei der Bekämpfung grenzüberschreitender Betrugsfälle und immobilienbezogener Straftaten. Sieben Personen stehen unter Verdacht, Schwarzarbeit geleistet zu haben, und in mehreren Fällen wurden gefälschte Anmeldungen festgestellt. Die Initiative hat bereits erhebliche Compliance-Lücken offenbart. Weitere Ermittlungen sind zu erwarten, während die Behörden ihre Zusammenarbeit im Rahmen von GeKo Rhein Wupper fortsetzen.

Quelle