Hitze legt Nürnberger Straßenbahn lahm – unbestimmte Stilllegung nach Bitumen-Schmelze
Frauke MansHitze legt Nürnberger Straßenbahn lahm – unbestimmte Stilllegung nach Bitumen-Schmelze
Nürnbergs Straßenbahnnetz liegt wegen extremer Hitze lahm
Durch die Rekordtemperaturen ist das Bitumen in den Fahrbahnfugen geschmolzen, hat die Schienen überzogen und den Betrieb zum Erliegen gebracht. Die Stilllegung gilt auf unbestimmte Zeit – wann der Normalbetrieb wiederaufgenommen werden kann, ist noch unklar.
Die Probleme begannen, als die glühende Hitze das Bitumen verflüssigte. Die Masse verunreinigte die Gleise und Fahrzeuge, sodass die Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG) gezwungen war, den gesamten Straßenbahnverkehr einzustellen. Das Unternehmen räumte ein, dass der Schritt schwerfiel, aus Sicherheitsgründen jedoch unvermeidbar war.
Als Übergangslösung bringen nun Taxis und Busse Fahrgäste zu den U-Bahn-Stationen. Die Reparaturarbeiten laufen auf Hochtouren, doch Umfang und Dauer der Maßnahmen bleiben ungewiss. Einsatzkräfte sind noch damit beschäftigt, die letzten Vorbereitungen für die Wiederaufnahme des regulären Betriebs zu treffen.
Die VAG schätzt die Kosten für die Instandsetzung auf mehrere hunderttausend Euro. Behörden sprechen von einer beispiellosen Situation, die direkt auf den Klimawandel zurückzuführen sei. Bis auf Weiteres bleibt das Straßenbahnnetz außer Betrieb. Pendler müssen vorerst auf alternative Verkehrsmittel ausweichen. Der Vorfall unterstreicht die wachsenden Herausforderungen, die Extremwetter für die städtische Infrastruktur mit sich bringt.
