Hoeneß und Matthäus liefern sich erbitterten Streit um Woltemades Marktwert
Gotthilf WellerHoeneß und Matthäus liefern sich erbitterten Streit um Woltemades Marktwert
Ein öffentlicher Streit ist zwischen Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß und dem früheren Nationalmannschaftskapitän Lothar Matthäus entbrannt. Im Mittelpunkt steht das gescheiterte Transferangebot des FC Bayern für Newcastle Uniteds Mittelfeldspieler Nick Woltemade. Hoeneß äußerte sich scharf über Matthäus, nachdem dieser die Transferpolitik des Vereins kritisiert hatte.
Matthäus hatte Bayerns 60-Millionen-Euro-Angebot für Woltemade als viel zu niedrig abgetan – woraufhin es zu einem hitzigen Wortgefecht zwischen den beiden Fußballgrößen kam. Woltemade war im vergangenen Jahr für eine Ablösesumme von laut Berichten 85 Millionen Euro von VfB Stuttgart zu Newcastle United gewechselt. Seitdem haben seine Leistungen für Verein und Nationalmannschaft seinen Marktwert deutlich steigen lassen. Matthäus behauptet nun, der 24-Jährige sei mindestens 100 Millionen Euro wert – im Falle eines Wechselwunschs sogar eine dreistellige Millionensumme.
Der FC Bayern hatte Woltemade bereits während seiner Zeit in Stuttgart umworben und mehrere Angebote vorgelegt, darunter ein 60-Millionen-Euro-Bid, die allesamt abgelehnt wurden. Matthäus hielt eine solche Summe für unrealistisch angesichts von Woltemades aktueller Klasse. Zudem deutete er an, dass der Mittelfeldspieler vorerst bei Newcastle bleiben werde, bevor er einen erneuten Wechsel in Betracht zieht.
Hoeneß konterte mit einer deutlichen Abwertung Matthäus' und stellte dessen Urteilsvermögen infrage, indem er sagte, dieser habe "nicht mehr alle Tassen im Schrank". Der Bayern-Legende legte später im Talk Doppelpass bei Sport1 noch nach. Die Auseinandersetzung heizt die anhaltende Debatte über Woltemades Zukunft und Bayerns Transferstrategie weiter an.
Der Konflikt unterstreicht die wachsenden Differenzen bei der Bewertung Woltemades und seines möglichen nächsten Karriere-Schritts. Während Bayerns gescheiterte Transferversuche im vergangenen Sommer seinem steigenden Marktwert bei Newcastle gegenüberstehen, bleibt der Spieler vorerst in England. Doch der öffentliche Streit zwischen Hoeneß und Matthäus hält die Spekulationen am Köcheln.






