29 March 2026, 00:33

Holzpreise explodieren: 35-Jahres-Rekord belastet Sägewerke und Waldbesitzer

Schwarzes und weißes Foto einer S├Ągewerk in den W├Ąldern mit hölzernen Stämmen auf dem Boden und Bäumen im Hintergrund.

Holzpreise explodieren: 35-Jahres-Rekord belastet Sägewerke und Waldbesitzer

Holzpreise in Deutschland erreichen 35-Jahres-Höchststand – Sägewerke kämpfen mit Versorgungsengpässen

Die Holzpreise in Deutschland haben ein Rekordniveau erreicht, das seit 35 Jahren nicht mehr verzeichnet wurde, und lösen damit massive Störungen in der gesamten Holzindustrie aus. Waldbesitzer bestätigen, dass die Kosten mittlerweile beispiellos sind, während Sägewerke mit akuten Knappheiten und leeren Lagerplätzen zu kämpfen haben. Die Krise zwingt die Betriebe, drastische Preiserhöhungen zu akzeptieren, nur um überhaupt noch an Rohholz zu kommen.

Betroffen sind vor allem Fichte und Kiefer, zwei der wichtigsten Holzarten für die Branche. Standard-Fichtenholz wird mittlerweile für 133 Euro oder mehr pro Kubikmeter gehandelt, in einigen Regionen liegen die Preise sogar über 130 Euro. Auch Kiefer verzeichnet einen ähnlichen Anstieg – hier klettern die Kosten auf 95 bis 110 Euro pro Kubikmeter.

Die Lage hat sich zusätzlich verschärft, weil das Angebot an sogenanntem "Schadholz" – insbesondere von Borkenkäfer-befallenem Holz, auf das viele Sägewerke angewiesen sind – stark zurückgegangen ist. Frische Lieferungen sind knapp, was die Käufer in einen Wettstreit um die verbleibenden Bestände treibt. In Österreich zeigen aktuelle Geschäfte von August bis Anfang September 2025, dass Fichtenholz (Qualität A/B, 2b) bereits bei 110 Euro pro Kubikmeter startet, während auch die Kieferpreise steigen.

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Branchenvertreter warnen vor einer existenzbedrohenden Krise ab Anfang 2026, falls die Holzeinschlagmengen nicht deutlich steigen. Der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie betont, dass ohne schnelles Handeln insbesondere Sägewerke in Süddeutschland mit schweren betrieblichen Problemen rechnen müssen. Die Preise bleiben extrem schwankend, wobei landesweite Durchschnittswerte lokale Ausschläge durch saisonale Erntezeiten und Nachfragespitzen überdecken.

Die Holzknappheit zwingt die Sägewerke dazu, Rekordsummen für Rohstoffe zu zahlen, nur um die Produktion aufrechterhalten zu können. Mit Fichten- und Kieferpreisen auf historischem Höchststand steht die Branche unter immensen Druck, sich kurzfristig mit Nachschub zu versorgen, bevor sich die Krise weiter zuspitzt. Ohne eine deutliche Steigerung der Holzeinschläge drohen im kommenden Jahr weitere Lieferengpässe und Preisexplosionen.

Quelle