02 May 2026, 04:34

Jérôme Boateng wechselt nach Barcelona – doch seine Vergangenheit bleibt umstritten

Fußballspieler in der Luft einen Ball fangend auf einem Feld mit Zuschauern in Sportbekleidung, Helmen und Sneakers, umgeben von Tafeln mit Text, Geländern und anderen Gegenständen.

Jérôme Boateng wechselt nach Barcelona – doch seine Vergangenheit bleibt umstritten

Der ehemalige Bayern-München-Verteidiger Jérôme Boateng hat ein Praktikumsangebot von FC Barcelona unter Trainer Hansi Flick erhalten. Der Wechsel folgt auf eine Kontroverse um sein geplantes Praktikum beim FC Bayern, wo Fans und Aktivisten seine Beteiligung wegen früherer Verurteilungen wegen Körperverletzung ablehnten. 2021 war Boateng wegen der Misshandlung seiner damaligen Freundin Kasia Lenhardt, die später Suizid beging, schuldig gesprochen worden.

Boatengs juristische Probleme begannen 2021, als ein Münchner Gericht ihn wegen Körperverletzung an Lenhardt während eines Urlaubs in der Karibik verurteilte. Er erhielt eine Bewährungsstrafe und wurde zu einer Geldstrafe von 1,8 Millionen Euro verurteilt. Der Fall erregte nach Lenhardts Tod, der von den Behörden als Suizid eingestuft wurde, große öffentliche Aufmerksamkeit.

2023 distanzierte sich Bayern München öffentlich von Gewalt gegen Frauen und beleuchtete sein Stadion im Rahmen einer Kampagne in Orange. Sportdirektor Christoph Freund betonte, der Verein habe eine Null-Toleranz-Politik bei häuslicher Gewalt. Dennoch besuchte Boateng im September 2023 das Spiel Bayerns gegen Werder Bremen, was die Debatte erneut anheizte.

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Kürzlich erwarb Boateng die UEFA-B-Trainerlizenz und plante ein Praktikum bei Bayern unter dem neuen Trainer Vincent Kompany, seinem ehemaligen Teamkollegen. Doch eine Petition gegen das Praktikum sammelte innerhalb von nur 22 Stunden über 2.000 Unterschriften. Nun hat der FC Barcelona laut Berichten eingelenkt und ihm stattdessen eine Trainingsmöglichkeit angeboten.

Boatengs jüngste Verurteilung 2024 führte zu einer Auflage, 100.000 Euro an eine gemeinnützige Organisation zu spenden. Der Fall prägt weiterhin die öffentliche Wahrnehmung seines Übergangs in die Trainerkarriere.

Die Kritik an Boatengs möglicher Rückkehr zu Bayern München unterstreicht die anhaltenden Bedenken wegen seiner Vergangenheit. Sein Wechsel nach Barcelona verlagert den Fokus auf seine Zukunft als Trainer, doch seine juristische Vorgeschichte bleibt Teil der Diskussion. Die Entscheidung über sein Praktikum wird zeigen, ob Vereine auf Resozialisierung setzen oder eine klare Haltung gegen frühere Fehlverhalten beibehalten.

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