21 March 2026, 00:43

Jugendhilfeausschuss Regensburg plant Weichen für 2026 mit neuen Schutzkonzepten

Balkendiagramm, das den staatlichen und lokalen Bildungsausgaben nach Bundesstaaten zeigt, mit Balken variabler Höhe, die die Ausgaben darstellen.

Jugendhilfeausschuss Regensburg plant Weichen für 2026 mit neuen Schutzkonzepten

Jugendhilfeausschuss im Landkreis Regensburg tagt zu wichtigen Weichenstellungen für 2026

Der Jugendhilfeausschuss des Landkreises Regensburg kam am 17. März 2026 zu seiner jüngsten Sitzung zusammen, um zentrale Entwicklungen für das kommende Jahr zu beraten. Zu den Beschlüssen zählte die Anpassung der Richtlinien für Vollzeitpflege und Kindertagespflege sowie die Diskussion über den Haushalt 2026. Zudem wurden mehrere neue Vorhaben vorgestellt, darunter eine spezialisierte Fachstelle für Kinderschutz und ein Modellprojekt zur Beratung.

Ein Schwerpunkt der Sitzung war der Jugendhilfehaushalt 2026. Der erforderliche Zuschussbedarf wurde auf 42,034 Millionen Euro festgesetzt – lediglich 22.700 Euro (0,05 %) höher als im Vorjahr. Gleichzeitig verzeichnete der Ausschuss einen Rückgang bei Schulbegleitungen: 2025 wurden 174 Fälle bearbeitet, gegenüber 207 im Jahr 2024. Auch die Ausgaben für schulische Hilfsangebote sanken um etwa 5 % auf insgesamt 5,309 Millionen Euro im Jahr 2025.

Neue Richtlinien traten für die Vollzeitpflege sowie die Kindertagespflege in Kraft. Die Änderungen in der Vollzeitpflege gelten seit dem 1. Januar 2026, während die überarbeiteten Vorgaben für die Tagespflege ab dem 1. September 2026 Anwendung finden.

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Ein weiterer zentraler Punkt waren neue Unterstützungsstrukturen. Bereits im Oktober 2025 hatte das Kreisjugendamt die Beratungs-, Vermittlungs- und Schutzstelle (BVS) eingerichtet, um der zunehmenden Komplexität von Kinderschutzfällen gerecht zu werden. Die Stelle ist nun operativ tätig und unter der Telefonnummer 0941 / 4009-572 oder per E-Mail an [email protected] erreichbar.

Als weiteres Vorhaben startet im Mai 2026 ein Pilotprojekt: Sozialpädagogische Fachkräfte bieten dann ambulante Sprechstunden in den Familienberatungsstellen in Regenstauf und Schierling an. Ziel der Initiative ist es, niedrigschwellige Hilfsangebote für Familien vor Ort zu schaffen.

Die Beschlüsse des Ausschusses skizzieren klare Pläne für die Jugendhilfe im Jahr 2026. Bei einem nahezu unveränderten Haushalt gegenüber dem Vorjahr liegt der Fokus auf der Weiterentwicklung bestehender Angebote und der Einführung zielgruppenspezifischer Maßnahmen. Die neue BVS-Stelle und das Beratungs-Pilotprojekt stärken die Kinderschutz- und Familienhilfe im Landkreis nachhaltig.

Quelle