KNDS plant einen der größten Börsengänge Europas für 2026
Rüstungskonzern KNDS bereitet einen der größten Börsengänge Europas seit Jahren vor
Der Verteidigungskonzern KNDS strebt eine der größten Erstemissionen (IPO) Europas der letzten Jahre an. Das Unternehmen peilt eine Bewertung von 20 Milliarden Euro an und treibt die Pläne für einen Börsengang im Jahr 2026 voran. Gleichzeitig baut es die Produktion aus, um die weltweit steigende Nachfrage nach Militärtechnik zu bedienen.
KNDS bestätigte, dass der Börsengang wie geplant für nächstes Jahr vorgesehen bleibt – trotz Verzögerungen beim deutsch-französischen Hauptkampfpanzer-Projekt Main Ground Combat System (MGCS). Ursprünglich für 2040 avisiert, wurde der Zeitplan für das MGCS nun auf 2045 verschoben. Das Unternehmen betont jedoch, dass sich dies nicht auf die Börsenpläne auswirken werde.
Der Rüstungsmarkt zeigt eine starke Nachfrage nach neuen Börseneinführungen. Die jüngsten IPOs von Vincorion und CS Group verliefen erfolgreich, was auf günstige Rahmenbedingungen für KNDS hindeutet. Bei Erfolg würde die angestrebte Bewertung von 20 Milliarden Euro den Börsengang zu einem der größten im europäischen Verteidigungssektor der letzten Jahre machen.
Um das Wachstum zu stützen, plant KNDS, die Produktionskapazitäten zu verdoppeln oder sogar zu verdreifachen. Diese Expansion fällt mit einer vorübergehenden Lockerung der deutschen Rüstungsexportbestimmungen bis September 2026 zusammen, was internationale Verkäufe beschleunigen könnte. Das Unternehmen verfügt derzeit über einen Auftragsbestand von 23,5 Milliarden Euro und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro.
KNDS treibt den Börsengang voran und baut gleichzeitig die Produktion aus. Eine Bewertung von 20 Milliarden Euro wäre ein Meilenstein für die Branche. Mit der gestiegenen Produktionskapazität und dem soliden Auftragsbuch ist das Unternehmen gut positioniert, um in einem wettbewerbsintensiven Markt weiter zu wachsen.






