22 March 2026, 22:31

Kemptens CSU-Ära endet: Freie Wähler holen sich das Rathaus zurück

Karte von Deutschland mit Bundesländern in Rot und Blau, um die Ergebnisse der Wahl 2016 anzuzeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

Kemptens CSU-Ära endet: Freie Wähler holen sich das Rathaus zurück

Kemptens langjähriger Oberbürgermeister Thomas Kiechle (CSU) hat seine Wiederwahl für eine dritte Amtszeit nicht geschafft. In der Stichwahl setzte sich Christian Schoch von den Freien Wählern mit 55 Prozent der Stimmen durch. Die Wahlbeteiligung lag bei nur 43,6 Prozent in diesem mit Spannung verfolgten Rennen.

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Die CSU hatte das Kemptener Rathaus erstmals 1996 erobert, als Ulrich Netzer den damaligen Amtsinhaber von der SPD besiegte. Netzer übergab das Bürgermeisteramt 2014 an Kiechle und festigte damit die fast 30-jährige Vorherrschaft der Partei in diesem Amt.

Im Laufe der Jahre verlagerte sich die politische Landschaft Kemptens weg von der Dominanz einer einzelnen Partei. Die SPD gewann in den 1990er- und 2000er-Jahren wieder an Einfluss, während die Grünen ab den 2000ern stärker wurden. Die Wahl 2024 bestätigte diesen Trend – keine Partei erreichte eine klare Mehrheit.

In der Stichwahl besiegte Schoch Kiechle mit einem Vorsprung von zehn Prozentpunkten. Das Ergebnis markiert das erste Mal seit 30 Jahren, dass die CSU nicht den Oberbürgermeister stellt.

Schochs Sieg beendet die lange Ära der CSU an der Spitze der Kemptener Politik. Die Freien Wähler werden die Stadt nun in der kommenden Amtszeit führen. Die Wahl unterstreicht zudem die anhaltende Zersplitterung der lokalen Politik, in der keine einzelne Gruppe den Stadtrat dominiert.

Quelle