Krimis dominieren die Prime Time – Streamingdienste setzen auf Fantasy und Comedy
Arnd JunckenKrimis dominieren die Prime Time – Streamingdienste setzen auf Fantasy und Comedy
Deutsche Fernsehsender und Streamingdienste verzeichneten diese Woche unterschiedliche Zuschauerzahlen in verschiedenen Genres. Sowohl klassische Fernsehanstalten als auch digitale Plattformen meldeten Verschiebungen bei den Einschaltquoten, wobei Krimiserien, Quizshows und Fantasy-Adaptionen besonders auffielen.
Am Donnerstagabend dominierte der Krimi „Kroatien-Krimi: Gefahr im Verzug“ die Prime Time mit 5,01 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 22,7 Prozent. Damit lag er deutlich vor der direkten Konkurrenz, „Lena Lorenz: Wahlverwandtschaft“, die 3,11 Millionen Zuschauer (14,1 Prozent) erreichte.
Später am Abend führte das „heute journal“ des ZDF mit 2,83 Millionen Zuschauern (14,1 Prozent) vor der ARD-Sendung „extra 3“ (2,30 Millionen, 12,0 Prozent). Am Christi-Himmelfahrts-Abend lockte „Das 1%-Quiz“ auf Sat.1 1,30 Millionen Zuschauer (6,2 Prozent) an.
Auch bei den Streamingdiensten gab es Bewegungen in den Charts: Bei Netflix schaffte es der Film „Warcraft: The Beginning“ (2016) auf Platz 8, während die neue Krimiserie „Nemesis“ direkt auf Rang 5 einstieg. Auf Disney kletterte der „Marvel’s The Punisher“-Special an die Spitze der Film-Charts, und bei Prime Video wurde die siebte Staffel von „LOL: Last One Laughing“ zur meistgesehene Produktion in Deutschland.
Bei den jüngeren Zuschauern (14–49 Jahre) verzeichnete „Germany’s Next Topmodel“0,44 Millionen Zuschauer (11,7 Prozent) – ein Rückgang im Vergleich zur Vorwoche. Auch das zweite Halbfinale des Eurovision Song Contest verfehlte in dieser Altersgruppe einen Prime-Time-Erfolg und kam auf 0,35 Millionen Zuschauer (9,8 Prozent).
Die Zuschauertrends der Woche unterstreichen die anhaltende Beliebtheit von Krimiformaten und Streaming-Originalen. Während die klassischen Sender in der Prime Time starke Quoten hielten, brachten digitale Plattformen frische Titel in ihre Top-Rankings. Die Zahlen spiegeln die vielfältigen Sehgewohnheiten verschiedener Altersgruppen und Genres wider.
