27 June 2026, 16:28

Leverkusens Nachwuchsleistungszentrum droht am politischen Widerstand zu scheitern

Bayer-Chef Anderson mischt sich in Streit um Jugendcamp in Leverkusen ein

Leverkusens Nachwuchsleistungszentrum droht am politischen Widerstand zu scheitern

Bayer 04 Leverkusen sucht seit einem Jahrzehnt nach einem Standort für ein neues Hochleistungs-Nachwuchsleistungszentrum. Doch nun steht das Projekt auf der Kippe – trotz jahrelanger Planung mit zehn Fußballplätzen, 150 neuen Arbeitsplätzen und Radwegen droht politischer Widerstand das Vorhaben zu scheitern.

Nach der Prüfung von 70 möglichen Standorten hatte sich der Verein für Monheim am Rhein entschieden. Ursprünglich waren eine großzügige Trainingsanlage mit umfangreicher Sportinfrastruktur und Arbeitsplatzschaffung vorgesehen. Doch anhaltende Vorbehalte lokaler Politiker zwangen zu immer neuen Überarbeitungen – mit der Folge, dass das Gelände bei jeder Anpassung kleiner wurde.

Bei den Kommunalwahlen 2025 verlor die regierende Peto-Partei ihre Mehrheit im Stadtrat. Die neue Koalition blockiert das Projekt seitdem mit Verweis auf Klimaschutz und Umweltbedenken. Simon Rolfes, Sportdirektor von Bayer 04, warnt, dass die meisten Bundesliga-Konkurrenzvereine bereits bessere Strukturen hätten. Ohne das Leistungszentrum drohe dem Klub ein dauerhafter Rückstand.

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Auch Bayer-AG-Chef Bill Anderson verfolgt die Entwicklung mit Sorge. Das Unternehmen beobachte genau, wie sich die Debatte in Monheim weiterentwickle – insbesondere Aussagen, Entscheidungen und mögliche Weichenstellungen für das Projekt.

Für Bayer 04 ist das Zentrum entscheidend, um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben. Scheitert es, fehlen moderne Trainingsbedingungen, um mit der Bundesliga-Spitze mitzuhalten. Die politische Pattsituation in Monheim wird nun über das Schicksal des Vorhabens entscheiden.

Quelle