Munich Re verdoppelt Nettogewinn im dritten Quartal 2025 durch weniger Katastrophenschäden
Raissa LangernMunich Re verdoppelt Nettogewinn im dritten Quartal 2025 durch weniger Katastrophenschäden
Die Munich Re hat für das dritte Quartal 2025 starke Finanzzahlen vorgelegt. Der Rückversicherungskonzern verzeichnete einen fast verdoppelten Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Ausschlaggebend für die Verbesserung waren geringere Schadensbelastungen durch Naturkatastrophen sowie höhere Erträge aus Kapitalanlagen.
Das Unternehmen erzielte im dritten Quartal 2025 ein Nettoergebnis von 1,9 Milliarden Euro – ein deutlicher Anstieg gegenüber 907 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Treiber dieses Wachstums war vor allem die spürbare Verringerung der Großschäden durch Naturkatastrophen: Statt Belastungen in Höhe von 1,13 Milliarden Euro im Vorjahr konnte diesmal sogar eine Entlastung von 47 Millionen Euro verbucht werden.
Besonders erfolgreich schnitt die Rückversicherungssparte ab, die mit 1,6 Milliarden Euro mehr als das Doppelte zum Konzernnettoergebnis beisteuerte (Vorjahr: 766 Millionen Euro). Allein die Schaden- und Unfallrückversicherung verbuchte ein Nettoergebnis von 1,18 Milliarden Euro (Vorjahr: 263 Millionen Euro), was vor allem auf die geringere Belastung durch Großschäden zurückzuführen ist. Auch das Segment Global Specialty Insurance (GSI) legte deutlich zu und erzielte ein Nettoergebnis von 221 Millionen Euro – nach nur 22 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Insgesamt erreichte das technische Ergebnis der Munich Re im Berichtsquartal 2,8 Milliarden Euro (2024: 1,69 Milliarden Euro). Auch das Betriebsergebnis mehr als verdoppelte sich auf 3,03 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,16 Milliarden Euro). Die Kapitalanlagen trugen 2,38 Milliarden Euro bei, nach 2,09 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.
In den ersten neun Monaten 2025 belief sich das Nettoergebnis des Konzerns auf 5,1 Milliarden Euro und lag damit über den 4,6 Milliarden Euro des Vorjahres. Die Versicherungsprämien aus abgeschlossenen Verträgen gingen jedoch auf 9,2 Milliarden Euro zurück (Vorjahr: 10,2 Milliarden Euro). Trotz dieses Rückgangs hält das Unternehmen an seiner Jahresprognose von rund 6 Milliarden US-Dollar fest, passte jedoch die Erwartungen für die Versicherungseinnahmen leicht auf 61 Milliarden US-Dollar an (bisher: 62 Milliarden US-Dollar).
Die Ergebnisse des dritten Quartals 2025 zeigen eine deutliche Erholung der Profitabilität der Munich Re, gestützt durch geringere Katastrophenschäden und höhere Kapitalerträge. Die Rückversicherungssparte war dabei der wichtigste Wachstumstreiber, während auch das GSI-Segment spürbare Fortschritte machte. Trotz eines leichten Rückgangs bei den Versicherungseinnahmen bleibt das Unternehmen auf Kurs, seine Jahresziele zu erreichen.






