Mynaric vor Insolvenz: Letzte Chance für den Satellitenpionier bis 7. Februar
Arnd JunckenMynaric vor Insolvenz: Letzte Chance für den Satellitenpionier bis 7. Februar
Deutscher Satellitenausrüster Mynaric steht vor Insolvenzantrag
Der deutsche Hersteller von Satellitentechnik, die Mynaric AG, wird voraussichtlich bald Insolvenzschutz beantragen. Das Unternehmen, das auf Laserkommunikationssysteme für die Raumfahrt spezialisiert ist, steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Die Gläubiger haben eine einwöchige Fristverlängerung gewährt, um die Probleme zu lösen.
Laut Stand Ende Januar verfügt Mynaric noch über 8,4 Millionen Euro an Barmitteln. Die Gläubiger haben dem Unternehmen mit einer einwöchigen Atempause Zeit verschafft – diese läuft am 7. Februar aus. Zuvor waren bereits drei Überbrückungskredite in Höhe von insgesamt 21,5 Millionen Euro gewährt worden.
Die finanzielle Lage des Unternehmens hat sich weiter verschärft, nachdem die Umsatzprognose für 2024 drastisch nach unten korrigiert werden musste. Statt der ursprünglich erwarteten 60 Millionen Euro rechnet Mynaric nun nur noch mit 14,1 Millionen Euro. Gleichzeitig verhandelt das Unternehmen über einen vierten Kredit, um die geplante Restrukturierung voranzutreiben.
Zu den Kunden von Mynaric zählen große Luft- und Raumfahrtunternehmen wie Northrop Grumman, Rocket Lab und York Space. Trotz dieser Branchenkontakte bleibt die Liquidität des Unternehmens angespannt.
Die Fristverlängerung gibt Mynaric bis zum 7. Februar Zeit, zusätzliche Mittel zu beschaffen. Sollte keine weitere finanzielle Unterstützung fließen, könnte das Unternehmen gezwungen sein, den Insolvenzantrag einzureichen. Ob es gelingt, sich zu restrukturieren, wird über die Zukunft des Unternehmens in der Satellitenkommunikationsbranche entscheiden.
