Nutella-Rabatt bei Lidl löst bundesweite Hamsterkäufe und Chaos aus
Rabattaktion für Nutella bei Lidl sorgt in Deutschland für chaotische Szenen
Eine zeitlich begrenzte Preisermäßigung für Nutella bei Lidl führte diese Woche in ganz Deutschland zu tumultartigen Szenen. Nachdem der Aufstrich von etwa vier auf 1,88 Euro pro Glas reduziert worden war, stürmten Kund:innen die Filialen – mit der Folge, dass die Regale innerhalb weniger Minuten leer geräumt waren. Viele gingen frustriert mit leeren Händen nach Hause, während andere trotz Einkaufsbeschränkungen mehrere Gläser ergattern konnten.
Die im Prospekt beworbene Aktion hatte zwar darauf hingewiesen, dass die Ware schnell vergriffen sein könnte. Doch das Ausmaß der Hamsterkäufe überraschte selbst erfahrene Einkäufer:innen. Besonders in stark frequentierten Filialen – etwa in Münchens Stadtteilen Pasing und Schwabing, Berlins Bezirk Neukölln oder Hamburgs Altona – bildeten sich bereits vor Öffnung Schlangen. In manchen Läden war Nutella schon nach weniger als zehn Minuten ausverkauft, in den meisten Filialen nach 15 bis 45 Minuten.
Die Durchsetzung der "Haushaltsmenge" gestaltete sich uneinheitlich: Während einige Märkte strikt auf die Obergrenze achteten, erlaubten andere Kund:innen den Kauf mehrerer Gläser. Die Verbraucherzentrale klärte später auf, dass der Begriff rechtlich nicht definiert sei – die Auslegung liege somit im Ermessen der Händler.
Nicht alle Lidl-Filialen erlebten jedoch einen solchen Ansturm. In ruhigeren Standorten kleinerer Städte war Nutella noch Stunden später erhältlich. Unterdessen mehrten sich in sozialen Medien Beschwerden enttäuschter Kund:innen, die leer ausgegangen waren. Einige nutzten die Gelegenheit auch, um über die Qualität des Aufstrichs zu diskutieren – besonders vor dem Hintergrund jüngster Kritik unabhängiger Verbrauchertests.
Die Rabattaktion löste somit nicht nur eine enorme Nachfrage aus, sondern auch gemischte Reaktionen: Während sich glückliche Schnäppchenjäger:innen über die günstigen 1,88-Euro-Gläser freuten, zweifelten andere die Fairness der Warenverteilung an. Zudem rückte das Ereignis erneut Bedenken hinsichtlich der Qualität von Nutella in den Fokus, wie sie von Verbrauchertester:innen geäußert werden.






