18 April 2026, 04:31

PETA wirft Wuppertaler Zoo brutale Elefanten-Misshandlung vor – und fordert radikale Reformen

Plakat für einen Münchner Zoo mit Bildern einer Leopardin und einer Hauskatze und Textinformationen über den Zoo.

PETA wirft Wuppertaler Zoo brutale Elefanten-Misshandlung vor – und fordert radikale Reformen

Die Tierrechtsorganisation PETA hat den Wuppertaler Zoo aufgefordert, die von ihr als Misshandlung afrikanischer Elefanten bezeichnete Praxis zu beenden. Die Organisation veröffentlichte Videoaufnahmen, die zeigen, wie Pfleger gewaltsame Methoden einsetzen, um die Tiere zu kontrollieren. PETA fordert nun den Zoo und die Stadtverwaltung auf, unverzüglich zu handeln und die Haltung der Elefanten grundlegend zu ändern.

Die zwischen Mai und Juli 2018 aufgenommenen Bilder zeigen, wie Zoowärter im Wuppertaler Zoo einen Elefantenspieß benutzen, um die Tiere während des Trainings und beim Waschen zu stoßen. Auf den Aufnahmen ist zudem zu sehen, wie ein Elefant gezwungen wird, einen Besucher auf dem Rücken zu tragen, während eine weitere Szene einen Pfleger zeigt, der an den Stoßzähnen eines Tieres zieht. PETA bewertet diese Handlungen als Misshandlung und Ausbeutung.

Die Biologin und PETA-Expertin Dr. Yvonne Würz kritisierte, der Zoo behandle die Elefanten wie "lebende Fotomotive" und "Sportgeräte". Sie argumentiert, dass solche Praktiken die Tiere auf bloße Attraktionen für Profitzwecke reduzieren. Der Zoo steht bereits in der Kritik, Einnahmen aus speziellen Elefanten-Veranstaltungen priorisiert zu haben – möglicherweise als Reaktion auf rückläufige Besucherzahlen.

PETA fordert seit Langem, dass der Wuppertaler Zoo auf ein "Protected-Contact"-System umstellt, bei dem Pfleger und Elefanten durch Barrieren voneinander getrennt sind. Die Organisation übermittelte zudem Details über die angeblichen Misshandlungen an Oberbürgermeister Andreas Mucke und die Stadtratsfraktionen, erhielt jedoch keine Antwort. Führende Verhaltensforscher unterstützen PETAs Position und betonen, dass Elefanten nicht ohne Zwang und Gewalt dressiert werden können.

PETA vertritt die Auffassung, dass kein Zoo den komplexen Bedürfnissen von Elefanten in Gefangenschaft gerecht werden kann. Die Organisation setzt sich weiterhin dafür ein, die Haltung dieser Tiere in beengtem Raum vollständig zu beenden.

Die Videobeweise und die Kritik von Experten setzen den Wuppertaler Zoo unter Druck, seine Praktiken zu reformieren. PETA besteht darauf, dass der Zoo sicherere und ethisch vertretbarere Methoden sowohl für die Elefanten als auch für das Personal einführen muss. Bisher haben weder der Zoo noch die Stadtverwaltung öffentlich auf die Forderungen reagiert.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle