Pyrotechnik stoppt DFB-Pokal-Finale – Bayern triumphiere trotz Chaos mit 3:0
Gotthilf WellerPyrotechnik stoppt DFB-Pokal-Finale – Bayern triumphiere trotz Chaos mit 3:0
DFB-Pokal-Finale zwischen FC Bayern München und VfB Stuttgart durch Pyrotechnik unterbrochen – Bayern siegt 3:0
Das DFB-Pokal-Finale zwischen dem FC Bayern München und dem VfB Stuttgart wurde durch Fan-Pyrotechnik unterbrochen, konnte aber schließlich zu Ende gespielt werden. Die Münchner sicherten sich mit einem 3:0-Sieg den Titel. Der Vorfall hat die Debatte über Stadionsecurity im deutschen Fußball erneut entfacht.
Während des Endspiels unterbrach Schiedsrichter Sven Jablonski das Spiel vorübergehend, nachdem Pyrotechnik auf dem Spielfeld gezündet worden war. Trotz der Störung ließ er die Partie fortsetzen und beenden. Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, zeigte sich schockiert, dass das Spiel unter diesen Umständen zu Ende gespielt wurde. Er hätte in einer solchen Situation einen Spielabbruch vorgezogen.
Reul betonte, dass Pyrotechnik absolut verboten sei, und forderte strengere Kontrollen durch die Vereine. Das Thema war bereits auf der Innenministerkonferenz in Bremen diskutiert worden, wo Stadiongewalt und Fanproteste im Mittelpunkt standen. Konkrete Beschlüsse zu Maßnahmen wie personalisierten Tickets, flächendeckenden Ausweiskontrollen, Gesichtserkennung oder KI-Überwachung gab es jedoch nicht.
Eine Nachfolgekonferenz in Hamburg soll sich nun mit den Sicherheitsvorkehrungen in Stadien befassen. Laut einem Bericht des Spiegel fehlen im aktuellen Entwurf jedoch konkrete Umsetzungsschritte.
Der FC Bayern München gewann den DFB-Pokal mit einem 3:0 gegen Stuttgart. Die Spielunterbrechung durch Pyrotechnik hat weitere Maßnahmen zur Sicherheitssicherung angestoßen. Auf der anstehenden Konferenz in Hamburg werden die Verantwortlichen die möglichen Schritte erörtern.






