25 June 2026, 04:28

RAW-Gelände in Berlin: Kulturoase zwischen Räumungsdrohung und Bauplänen

Protest auf dem Ku'damm für den Erhalt der RAW-Gelände

RAW-Gelände in Berlin: Kulturoase zwischen Räumungsdrohung und Bauplänen

Die Zukunft des Berliner RAW-Geländes, eines langjährigen kulturellen Zentrums, ist ungewiss. Das einst für die Wartung von Reichsbahn-Zügen genutzte Areal hat sich zu einem Ort mit Clubs, Bars und vielfältigen Kulturstätten entwickelt. Sein Fortbestand ist nun durch anhaltende Streitigkeiten über Bauvorhaben bedroht.

Aus einem ehemaligen Industriegelände der Bahn ist nach dem Fall der Berliner Mauer ein lebendiger Kulturort geworden: Mit Konzertlocations, einem großen Biergarten, einer Skatehalle, einer Boulderhalle, Lagerhallen und saisonalen Märkten wie einem Weihnachts- und Flohmarkt prägt das RAW-Gelände das Berliner Kulturleben.

Die Spannungen haben sich verschärft, nachdem die Kurth-Gruppe, Eigentümerin des Geländes, im Januar einen beschleunigten Bauantrag für Wohnungsneubauten eingereicht hatte. Senat und Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg lehnten diesen jedoch Mitte Mai ab. Streitpunkt ist, wie viele Wohnungen entstehen sollen und welche historischen Hallen erhalten bleiben müssen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Einige Mieter, darunter der bekannte Club Cassiopeia, haben bereits Räumungsklagen erhalten. Der Club Cassiopeia könnte bereits nächste Woche schließen müssen. Dagegen protestierten Dutzende Menschen unter dem Motto „RAW für alle – Cassiopeia & Co. müssen bleiben“ auf dem Kurfürstendamm und setzten sich gegen die drohenden Räumungen ein.

Der Konflikt zwischen der Kurth-Gruppe, dem Senat und dem Bezirk bleibt ungelöst. Gegen Mieter wie den Club Cassiopeia liegen bereits Räumungsbescheide vor. Die Entscheidung wird zeigen, ob das RAW-Gelände seine kulturelle Identität bewahren kann – oder ob eine umfassende Umgestaltung bevorsteht.

Quelle