Regensburg enthüllt Gedenkstein für Opfer von Vertreibung und Zwangsarbeit
Arnd JunckenRegensburg enthüllt Gedenkstein für Opfer von Vertreibung und Zwangsarbeit
In Regensburg wurde ein Gedenkstein für die deutschen Opfer von Vertreibung, Verfolgung und Zwangsarbeit enthüllt. Die feierliche Zeremonie fand am 18. September 2021 statt und markierte den 80. Jahrestag des Beginns der sowjetischen Deportationen. Die Pfarrerin Dr. Bärbel Mayer-Schärtel und Pastor Michael Fuchs leiteten die Gedenkveranstaltung.
Im Mittelpunkt stand das 80-jährige Gedenken an die Deportation der Russlanddeutschen in der Sowjetunion. Redner wie Dr. Astrid Freudenstein, Sylvia Stierstorfer und Waldemar Eisenbraun sprachen über die Folgen des Erlasses von 1941, der die Massenvertreibungen auslöste. Valentina Wudtke, Vorsitzende des örtlichen Landesverbandes der Deutschen aus Russland, eröffnete die Veranstaltung mit einem Zitat: „Wo unsere Toten liegen, da liegt unsere Heimat.“
Der Gedenkstein wurde von Steinmetzmeister Wilhelm Justus gestaltet, einem Nachfahren der unter Stalin deportierten Wolgadeutschen. Während der Feier erläuterte er die Symbolik des Steins. Das Projekt wurde von der Stadt Regensburg, dem Freistaat Bayern und den Vertriebenenverbänden der Russlanddeutschen unterstützt.
Der Stein wurde gesegnet und enthüllt, um an die Opfer der Verfolgung im 20. Jahrhundert zu erinnern. Künftig sollen jedes Jahr im August eine ökumenische Andacht, eine Totenfeier und eine Kranzniederlegung am Gedenkort stattfinden.
Der Gedenkstein steht als dauerhafte Mahnung an das Leid der Russlanddeutschen. Durch jährliche Gedenkveranstaltungen wird ihr Schicksal im kollektiven Gedächtnis bewahrt. Das Projekt ist Ausdruck einer gemeinsamen Anstrengung, die historische Erinnerung wachzuhalten.






