Rufbus Flexo in Sickte gerettet – trotz Haushaltsstreit und Gegenwehr des Bürgermeisters
Raissa LangernRufbus Flexo in Sickte gerettet – trotz Haushaltsstreit und Gegenwehr des Bürgermeisters
Der Rufbus Flexo in Cremlingen und Sickte stand im Landkreis Wolfenbüttel vor einer ungewissen Zukunft. Die Förderung für den Service sollte auslaufen, was dessen Fortbestand gefährdete. Der Gemeinderat von Sickte hat nun Schritte unternommen, um das Angebot zu retten.
Cremlingen hatte bereits zugesagt, die Finanzierung der Flexo-Linie weiterzuführen. Sickte hingegen lehnte eine Beteiligung zunächst ab – mit Verweis auf angespannte Haushaltslagen.
Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Sickter Rat brachte daraufhin einen Antrag ein, um den Service zu erhalten. Der Vorschlag fand Rückhalt bei der SPD-Fraktion, sodass eine Mehrheit für die Vorlage stimmte. Christiane Wagner-Judith, Fraktionsvorsitzende der Grünen, betonte, es gehe darum, dass Sickte einen fairen Beitrag leiste.
Laut dem beschlossenen Plan wird sich der jährliche Finanzbeitrag Sicktes im Jahr 2027 auf maximal 10.000 Euro belaufen. Marco Kelb, Bürgermeister des Gemeindeverbandes Sickte, hatte sich gegen den Beschluss ausgesprochen und auf die angespannte Haushaltslage verwiesen. Trotz seiner Bedenken setzte sich der Antrag durch – und sichert damit den Erhalt des Angebots.
Die Entscheidung bedeutet, dass der Rufbus Flexo in Sickte weiterfahren wird. Die Grünen-Fraktion hat es geschafft, den Service mit begrenzter finanzieller Beteiligung zu retten. Durch die Mitwirkung Sicktes bleibt die bedarfsgerechte Verkehrsverbindung nun erhalten.
