15 March 2026, 20:43

Schierlings Notunterkunft wechselt nach drei Jahren in den Bereitschaftsmodus

Ein Plakat mit einem blauen Hintergrund und weißer Schrift, das ein Haus mit einem roten Herzen, eine Person mit ausgebreiteten Armen und den Text "American Rescue Plan" und "Help is Here" in Fettschrift zeigt.

Schierlings Notunterkunft wechselt nach drei Jahren in den Bereitschaftsmodus

Notunterkunft in Schierling geht nach drei Jahren in Bereitschaftsmodus

Die Notunterkunft in Schierling wird im kommenden Frühling nach drei Jahren Betrieb in den Standby-Modus wechseln. Die Einrichtung, die einst bis zu 100 Menschen beherbergte, unterstützt derzeit noch 51 Bewohner:innen, die in Kürze in dezentrale Wohnungen im gesamten Landkreis umziehen werden. Landrätin Tanja Schweiger würdigte die wichtige Rolle der Unterkunft, die Geflüchteten in dieser Zeit Stabilität geboten habe.

In den vergangenen drei Jahren betrieb der Landkreis Notunterkünfte in Schierling, Bach an der Donau, Bernhardswald und Obertraubling. Die Standorte boten vorübergehend Schutz für Familien und Einzelpersonen, die vor Konflikten aus Ländern wie Syrien, Iran, Ukraine, Türkei und Tunesien geflohen waren. Viele der Bewohner:innen haben inzwischen Arbeit gefunden, ihre Kinder in örtlichen Schulen angemeldet oder Integrationskurse begonnen.

Die Unterkunft in Schierling nahm dabei eine zentrale Funktion ein: Dank ihr mussten keine Schulturnhallen als Notquartiere umfunktioniert werden – Vereine, Schüler:innen und Kinder konnten sie wie gewohnt nutzen. Nun, da die Einrichtung in den Bereitschaftsmodus wechselt, werden die verbleibenden 51 Bewohner:innen schrittweise umgesiedelt, um ihre Arbeitsplätze, schulische Laufbahnen oder Integrationsfortschritte nicht zu gefährden.

Der Landkreis dankte allen Beteiligten – von den Unterkunftsleitungen und Sicherheitskräften über Ehrenamtliche bis hin zur gesamten Bevölkerung. Zwar bleibt der Standort Schierling als Reserve erhalten, doch der Fokus liegt künftig auf dezentralen Wohnlösungen, die nach Überzeugung des Landkreises eine nachhaltigere Integration ermöglichen.

Die Schließung der Schierlinger Notunterkunft markiert das Ende einer prägenden Phase in der Flüchtlingshilfe des Landkreises. Während die Bewohner:innen in feste Wohnungen umziehen, bleibt die Einrichtung für künftige Notfälle verfügbar. Künftig steht das dezentrale Wohnmodell im Mittelpunkt der weiteren Integrationsarbeit.

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