Sixt übernimmt Starcar-Markenrechte für strategische Mehrmarkenstrategie
Raissa LangernSixt übernimmt Starcar-Markenrechte für strategische Mehrmarkenstrategie
Sixt erwirbt Markenrechte von Starcar – bekanntem Namen im deutschen Nutzfahrzeugverleih
Der Autovermieter Sixt hat die Markenrechte an Starcar erworben, einem etablierten Anbieter auf dem deutschen Markt für gewerbliche Fahrzeugvermietung. Der Deal umfasst den Markennamen, Logos, Websites sowie Social-Media-Accounts, nicht jedoch Mitarbeiter, Fahrzeuge oder physische Standorte. Branchenkreise schätzen den Kaufpreis auf einen Betrag im hohen sechsstelligen bis niedrigen siebenstelligen Bereich.
Starcar hatte sich in den 2010er-Jahren einen Namen gemacht, indem es sich auf Flottenmanagement für kleine und mittlere Unternehmen spezialisierte. Anders als größere Konkurrenten wie Sixt oder Europcar setzte das Unternehmen auf langfristige Leasingverträge, digitale Buchungstools mit Echtzeit-Verfügbarkeit und flexible Preismodelle. Kunden lobten insbesondere die Anpassungsfähigkeit des Services, vor allem im Bereich Gewerbefahrzeuge, wo Starcar vor allem in Norddeutschland stark vertreten war.
Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch das Bundeskartellamt. Sixt hat signalisiert, die Marke Starcar im Rahmen einer Mehrmarkenstrategie wiederbeleben zu wollen, um neue Kundensegmente zu erschließen. Mit dem Kauf übernimmt das Unternehmen jedoch keine ehemaligen Mitarbeiter, Fahrzeuge oder Filialen von Starcar.
Analysten zufolge könnte die digitale Infrastruktur und die Nischenpositionierung der Marke die bestehenden Dienstleistungen von Sixt sinnvoll ergänzen. Der Schritt folgt einem Konsolidierungstrend in der Vermietungsbranche, bei dem große Anbieter kleinere, spezialisierte Wettbewerber übernehmen, um ihr Angebot auszubauen.
Sobald die Genehmigung vorliegt, erhält Sixt die volle Kontrolle über die Marke und die Online-Präsenz von Starcar. Das Unternehmen kann dann entscheiden, ob es den Namen für spezifische Dienstleistungen wiederbelebt oder die Assets in bestehende Strukturen integriert. Der Abschluss der Transaktion hängt von der regulatorischen Prüfung ab – ein konkreter Zeitplan für eine endgültige Entscheidung steht noch aus.






