Skifahrer hadern mit überfüllten Pisten und hohen Preisen in Europas Top-Zielen
Gotthilf WellerSkifahrer hadern mit überfüllten Pisten und hohen Preisen in Europas Top-Zielen
Eine neue Studie von Privacy Tutor zeigt die wachsende Unzufriedenheit unter Skifahrern, die Europas beliebteste Wintersportorte besuchen. Überfüllte Pisten, lange Wartezeiten und hohe Preise dominieren die Beschwerden – wobei einige Ziele deutlich stärker in der Kritik stehen als andere.
Die Analyse offenbart deutliche Unterschiede zwischen den Ländern und macht deutlich, wo Urlauber mit ihren Winterferien am meisten enttäuscht sind.
Mayrhofen im Tirol wurde als Europas überlaufeneres Skigebiet eingestuft: Fast 79 Prozent der Bewertungen kritisieren die übermäßige Besucherzahl. Um das Problem anzugehen, führt der Ort zur Saison 2025/26 eine Verkehrsberuhigungszone auf der Oberen Hauptstraße ein. Zudem wurden die Liftanlagen modernisiert, darunter neue 6er- und 8er-Sesselbahnen, um die Wartezeiten zu verkürzen.
Am schlechtesten schneidet Les Deux Alpes in Frankreich ab – mit der Höchstnote von 100 von 100 möglichen Punkten bei den Beschwerden. St. Anton am Arlberg folgt auf Platz zwei (78,06 Punkte), wo fast die Hälfte der Kritik auf Überfüllung entfällt. Auch Ischgl und Sölden erhalten häufig negative Rückmeldungen, vor allem wegen der hohen Gästezahlen.
In Österreich ist Überlastung das größte Problem, während Skifahrer in der Schweiz vor allem die hohen Preise bemängeln. Kronplatz in Südtirol kämpft ebenfalls mit zu vielen Besuchern. Ischgl hingegen hat Teile der alten Sassgalun-Bahn wiederverwendet, um in Fieberbrunn eine neue 6er-Sesselbahn zu bauen – damit steigt die stündliche Kapazität von 800 auf 1.800 Personen.
Die Studie zeigt: Überfüllung und marode Infrastruktur frustrieren Skifahrer in den Alpen weiterhin. Zwar investieren Orte wie Mayrhofen und Ischgl in Modernisierungen, um die Situation zu entspannen, doch die Besucherströme bleiben eine anhaltende Herausforderung. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass beliebte Ziele Nachfrage und Kapazitäten besser in Einklang bringen müssen, um das Gasterlebnis zu verbessern.






