19 June 2026, 00:28

Streit um Dortmunder Opernhaus: Ist Kultur nur eine Frage des Geldes?

Sehr geehrter Moritz Doebler,

Streit um Dortmunder Opernhaus: Ist Kultur nur eine Frage des Geldes?

In Dortmund ist eine aktuelle Debatte über den Bau eines Opernhauses entbrannt. Im Mittelpunkt steht die Kritik einer prominenten Medienpersönlichkeit, die das Projekt aus finanziellen Gründen ablehnt. Ein Autor, der in einer Erwiderung darauf eingeht, erinnert an die frühere Haltung des Kritikers zur Kultur – eine Haltung, die er als engstirnig und schädlich bezeichnet.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Kritiker, einst Chefredakteur des Weser-Kuriers in Bremen, führt heute die Rheinische Post. In beiden Positionen stand für ihn stets die Fixierung auf Zahlen, Geld und Selbstdarstellung im Vordergrund – nicht der kulturelle Wert. Der Autor kennt diesen Ansatz noch aus seiner Bremer Zeit und verweist auf die nachhaltigen Folgen, die er für das Blatt hatte.

Aktuell stützt der Kritiker seine Argumentation auf die hohen Sanierungskosten des Kölner Opernhauses. Dortmund solle, so seine Forderung, die Pläne für einen Neubau aufgeben, da solche Ausgaben nicht zu rechtfertigen seien. Der Autor entgegnet, dass diese Logik, würde man sie konsequent anwenden, dazu führen würde, dass keine Stadt mehr ein Opernhaus besäße.

Doch es geht dem Kritiker nicht nur um Finanzen: Er misst Kunst vor allem an wirtschaftlichen Kriterien, nicht an ihrem emotionalen oder gesellschaftlichen Nutzen. Trendige Restaurants, so seine These, seien wertvoller als kulturelle Einrichtungen. Der Autor hält diese Sichtweise für ein grundlegendes Missverständnis des tieferen Sinns von Kultur, der sich nicht in bloßen Zahlen ausdrücken lässt.

Die Oper Düsseldorf allein beschäftigt 570 Menschen und fördert Bildungseinrichtungen, Bibliotheken und Musikschulen. Der Autor warnt: Wer der Argumentation des Kritikers folgt, riskiert, solche Institutionen und ihre weitreichenden Beiträge zu untergraben. Ohne ein umfassenderes Kulturverständnis, so sein Fazit, drohen deren Vorteile vollständig verloren zu gehen.

Quelle