24 June 2026, 10:21

Thüga warnt vor EU-Plänen: Kommunale Energieversorger könnten überlastet werden

Thüga-Vorstandsvorsitzender Alsheimer: "Freisetzen der europäischen Energieindustrie" - Sauberes industrielles Abkommen darf kommunale Versorger nicht benachteiligen

Thüga warnt vor EU-Plänen: Kommunale Energieversorger könnten überlastet werden

Thüga-Gruppe äußert Bedenken gegen neue EU-Vorschläge für Energiewirtschaft

Die Thüga-Gruppe hat Vorbehalte gegen geplante EU-Regelungen geäußert, die Energieversorger betreffen. Als einer der größten deutschen Energieanbieter warnt das Unternehmen, dass die vorgesehenen Vorschriften kommunale Versorger unangemessen belasten könnten. Gleichzeitig betont die Gruppe ihre zentrale Rolle in der deutschen Energie- und Wasserversorgung.

Thüga ist das größte Netzwerk kommunaler Energie- und Wasserversorger in Deutschland. Mit über 23.000 Beschäftigten in mehr als 100 Unternehmen erzielte die Gruppe 2023 einen Umsatz von über 53 Milliarden Euro – und zählt damit zu den drei größten Energieanbietern des Landes.

Ziel des „Clean Industrial Deal“ der Europäischen Kommission ist es, die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu stärken und den Übergang zur Klimaneutralität zu erleichtern. Thüga unterstützt Teile des Plans, darunter Ausnahmen für kleinere Anbieter im Rahmen der Taxonomie-Verordnung, des CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) und des Lieferkettengesetzes. Diese Maßnahmen würden den bürokratischen Aufwand für viele Unternehmen verringern.

Gleichzeitig lehnt Thüga mehrere Vorhaben ab. So kritisiert das Unternehmen neue Beihilferegeln, die kommunale Anbieter im Kapazitätsmarkt benachteiligen könnten. Zudem warnt die Gruppe vor geplanten Eingriffen in die Netzentgeltregulierung, die die finanzielle Rendite schwächen könnten. Darüber hinaus befürchtet Thüga, dass eine Einbeziehung der Energiewirtschaft in die Finanzmarktregulierung kleinere Versorger mit zusätzlicher Bürokratie überlasten würde.

Neben der Energieversorgung ist Thüga führend in der deutschen Wasserversorgung. Das Unternehmen betreibt rund 9.300 Ladesäulen für E-Mobilität und hat Beteiligungen an Erneuerbare-Energien-Anlagen mit einer Leistung von knapp fünf Gigawatt.

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Die Stellungnahme der Thüga-Gruppe zeigt eine ambivalente Haltung zu den Kommissionsplänen: Einerseits wird die Entlastung kleinerer Unternehmen von übermäßiger Regulierung begrüßt, andererseits warnt das Unternehmen vor Vorschriften, die kommunale Versorger benachteiligen könnten. Die Position unterstreicht die Notwendigkeit eines Ausgleichs zwischen regulatorischen Zielen und den praktischen Herausforderungen für Energieversorger.

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