Ulrich Tilly – einflussreicher Gesundheitspolitiker mit 67 Jahren verstorben
Raissa LangernUlrich Tilly – einflussreicher Gesundheitspolitiker mit 67 Jahren verstorben
Ulrich Tilly, eine prägende Persönlichkeit der deutschen Gesundheitspolitik, ist im Alter von 67 Jahren verstorben. Er starb am Mittwoch und hinterlässt damit ein langes und einflussreiches Wirken in öffentlichem Dienst und politischer Beratung.
Tillys beruflicher Werdegang begann als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bonn. Später wechselte er in die Politik und arbeitete als Politikberater im Bundestag, bevor er 1998 ins Bundesministerium für Arbeit und Soziales eintrat.
Schon 1996 wurde er Berater für Rentensysteme der SPD-Bundestagsfraktion. 2002 wechselte er dann ins Bundesgesundheitsministerium (BMG), wo er zunächst die Geschäftsstelle leitete. Drei Jahre später übernahm er die Position des Direktors für Grundsatzfragen und Planung.
Nach der Umstrukturierung des BMG im Jahr 2009 stieg Tilly in die politische Beratung ein, zunächst bei Wiese Consult und später bei WMP Healthcare. Während seiner Zeit im BMG galt er als eine der einflussreichsten Figuren des Hauses – neben Klaus Vater und Franz Knieps.
Franz Knieps bezeichnete Tilly als einen "wunderbaren Freund und Kollegen" und hob seine außergewöhnliche Fachkompetenz und Kreativität hervor.
Tillys Karriere umfasste Akademie, Regierung und Beratung und hinterlässt bleibende Spuren in der Gesundheitspolitik. Seine Arbeit im BMG und darüber hinaus prägte zentrale Entscheidungen im deutschen Gesundheitswesen. Kollegen erinnern sich an ihn als Experten mit großer Hingabe.






