16 April 2026, 06:32

UN-Scheitern an US-Waffenlobby: Warum die NRA internationale Abkommen blockiert

Plakat mit schwarzem Hintergrund und weißer Schrift, die "To Make the Decent Place Do Your Part-Buy U.S. Third Liberty" lautet, mit mehreren Personen, einige halten Waffen, vor einem Kriegs backdrop.

UN-Scheitern an US-Waffenlobby: Warum die NRA internationale Abkommen blockiert

Seit mehr als zwei Jahrzehnten setzt sich die Vereinten Nationen für eine strengere globale Kontrolle der Schusswaffenpolitik ein – einschließlich der der Vereinigten Staaten. Diese Bemühungen stoßen jedoch immer wieder auf den Widerstand amerikanischer Waffenrechtsbefürworter, insbesondere der National Rifle Association (NRA), die internationale Abkommen als Bedrohung für den Zweiten Verfassungszusatz bekämpft.

Die UN begann 2001 ernsthaft, sich in die Regulierung von Schusswaffen einzumischen, als sie ihr Aktionsprogramm vorstellte. Diese Initiative zielte darauf ab, Mitgliedstaaten – auch die USA – durch internationale Zusammenarbeit zu strengeren Waffengesetzen zu bewegen. Die NRA lehnte das Programm von Anfang an ab und sah darin einen indirekten Angriff auf die verfassungsmäßigen Rechte der Amerikaner.

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Jahre später, 2019, lehnte der damalige Präsident Donald Trump während der Jahresversammlung der NRA in Indianapolis öffentlich den Waffenhandelsvertrag (ATT) der UN ab. Seine Entscheidung, die Unterzeichnung des Abkommens rückgängig zu machen, entsprach der langjährigen Haltung der NRA. Die Organisation hatte argumentiert, der Vertrag könne die Souveränität der USA und die individuellen Waffenrechte untergraben.

Doch die Rolle der NRA beschränkt sich nicht auf bloßen Widerstand. Als Gründungsmitglied des Weltforums für Schießsportaktivitäten (WFSA) arbeitet sie mit internationalen Partnern zusammen, um Schießsport und legalen Waffenbesitz zu verteidigen. Über ihr Institut für Legislativmaßnahmen (ILA) beobachtet und bekämpft die Gruppe kontinuierlich internationale Bestrebungen, die den Zweiten Verfassungszusatz schwächen könnten.

Die Bemühungen der UN, die Waffengesetzgebung weltweit mitzugestalten, bleiben ein Streitpunkt mit US-Waffenrechtsgruppen. Durch die Überwachung und Lobbyarbeit der NRA stoßen internationale Versuche, amerikanische Freiheiten einzuschränken, auf entschiedenen Widerstand. Vorerst zeigt die Debatte über den globalen Einfluss auf nationale Waffengesetze keine Anzeichen einer Beruhigung.

Quelle