vbw lehnt Forderungen der Grünen nach mehr Homeoffice ab
Der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (vbw) hat Forderungen der Grünen nach einer Ausweitung der Homeoffice-Regelungen zurückgewiesen. Nach Ansicht des Verbands seien die aktuellen Infektionsschutzmaßnahmen in Betrieben bereits wirksam. Strengere Vorgaben für die Arbeit im Homeoffice seien unnötig und für viele Branchen undurchführbar.
Die Haltung des vbw kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Grünen mit Forderungen nach flächendeckenden Homeoffice-Pflichten die Ausbreitung von COVID-19 eindämmen wollen. Der Verband betont jedoch, dass die meisten Ansteckungen im privaten Umfeld und nicht am Arbeitsplatz stattfänden. Man verweise auf bestehende Schutzkonzepte, darunter die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung, die Unternehmen nach bundesweiten Vorgaben umgesetzt hätten.
Insbesondere in Produktionsbetrieben sei die Anwesenheit von Mitarbeitern vor Ort unverzichtbar, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, so der vbw. Homeoffice-Lösungen seien in diesen Bereichen schlicht nicht umsetzbar. Zudem kritisiert der Verband, dass die Grünen ein veraltetes Bild der Arbeitswelt hätten und die Fortschritte der Unternehmen bei der Infektionsbekämpfung ignorierten.
Arbeitgeber hätten bereits Maßnahmen wie Abstandsregeln, Hygienekonzepte und verbesserte Belüftungssysteme eingeführt. Der vbw ist überzeugt, dass diese Schritte Ausbrüche in Betrieben erfolgreich eingedämmt hätten. Daher sehe man keinen Bedarf für weitere Einschränkungen der Präsenzarbeit.
Die Debatte zeigt die Spannung zwischen gesundheitspolitischen Erfordernissen und wirtschaftlichen Interessen. Die Position des vbw signalisiert, dass die aktuellen Schutzmaßnahmen in Betrieben ausreichen. Vorerst wird der Verband weiterhin gegen eine verpflichtende Ausweitung von Homeoffice in Bayern Stellung beziehen.






